Runder Tisch "Freibad" einig:

Vorrang für Sanierung und Edelstahlbecken

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Laubach (tb). Seit Kurzem liegen die Zahlen auf dem Tisch, ist bekannt, welche Variante einer grundhaften Sanierung des Laubacher Freibades grundsätzlich infrage kommt - und was es kosten würde (die GAZ berichtete). Zeitnah müssen die Stadtverordneten nun entscheiden, wollen sie nicht eine der unabdingbaren Finanzierungssäulen gefährden: Bis zum Jahresende muss der Antrag auf einen Zuschuss aus dem "Schwimmbadinvestitionsprogramm" des Landes eingereicht sein. "Laubach" steht weiter ganz oben auf der Prioritätenliste, kann daher mit einer Förderung von bis zu 25 Prozent rechnen. Geplant war bislang im Weiteren, rund zwei Millionen Euro aus der "Hessenkasse" dafür zu verwenden.

Stadt bleibt an Attraktivierung dran

Welche Variante darf’s denn sein, Fliesen, Folie oder doch Edelstahl? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Montagabend ein Runder Tisch im Rathaus. Daran teil nahmen Vertreter von Politik, Schulen, Verbänden und Vereinen. Am Ende herrschte Einigkeit, dass das Bad in seiner bisherigen Form bzw. Kubatur erhalten bleiben soll; mithin eine Absage an die Vorschläge einer erheblichen Verkleinerung samt Verzicht auf den Sprungbereich, wie im Frühjahr im Wirtschaftlichkeitsgutachten eines Unternehmensberaters empfohlen.

Eine klare Mehrheit, so Michael Köppen, Prokurist der Bäder GmbH, habe sich für eine technische Grundsanierung samt Komplettverkleidung des Beckens in Edelstahl ausgesprochen. Die Hersteller gewährten hierfür eine Garantie von 30 Jahren, doch gebe es solche Bäder, die bei guter Pflege (Korrosionsvermeidung) bereits seit den 1960ern in Betrieb seien.

Gemäß dem jüngsten Gutachten der Bäderarchitekten von "balneatechnik" lägen die Kosten hier bei 2,7 Millionen Euro netto. Alles in allem dürfte diese Variante unterm Strich auf rund 3,2 Millionen Euro kommen, schätzt Bürgermeister Peter Klug. Der auch vorschlug, im Zuge der Arbeiten am Becken bereits vorbereitende Maßnahmen (etwa Anschlüsse für Rutsche) zwecks späterer Attraktivierung vorzunehmen.

Auch wenn der Schwerpunkt zunächst auf der technischen Sanierung liegen solle, so wieder Köppen, so sei am Montag den Vereinen versichert worden, dass die Stadt parallel dazu am Thema "Attraktivierung" - Kleinkinderbereich, Rutsche, adäquate Umkleide - dran bleibe und dafür neue Finanzierungswege ausloten werde. Infrage kommen hier zuvörderst die Fördertöpfe IKEK oder LEADER.

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