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Rede vor leeren Stühlen: Laubachs Erste Stadträtin Isolde Hanak bei der (erneuten) Einbringung des Etatentwurfs 2021 vor dem Notausschuss. Die im Anschluss geplante Sitzung der Fachausschüsse samt Beratung der Finanzplanung wird kurz darauf wegen Beschlussunfähigkeit abgesagt.

Virus bringt Politik ins Stocken

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Laubach (tb). Passend zu den außergewöhnlichen Zeiten geriert sich die Haushaltsplanung der Stadt Laubach: Nicht nur, dass der Etatentwurf 2021 erstmals wegen eines Rechtsfehlers (die GAZ berichtete) aufs Neue vom Magistrat festgestellt und im »Ersatzparlament« namens Notausschuss nochmals eingebracht werden musste - ein Corona-Fall im Rathaus hat überdies die Beratung des Budgets ins Stocken gebracht.

Die für Dienstag vorgesehene gemeinsame Sitzung von Haupt- sowie Sozialausschuss, so die Einigung des Ältestenrats, wurde abgesagt, da Letzterer nicht beschlussfähig war. Wie Stadtverordnetenvorsteher Joachim M. Kühn erklärte, hätten sich einige Mandatsträger, auch wegen gesundheitlicher Bedenken, entschuldigt. Diese mochte man nicht von der Beratung ausschließen.

Zudem fehlten nicht nur zwei Drittel des Magistrats, es standen auch weder Bürgermeister Klug noch ein Mitarbeiter der Finanzabteilung für Fragen zur Verfügung.

Also übernahm Erste Stadträtin Isolde Hanak die erwähnte erneute Einbringung des Etats und auch das Verlesen der Haushaltsrede, die die Mandatsträger bereits vor drei Wochen gehört hatten - damals nur aus dem Munde von Peter Klug.

Alle (Schnell-)Tests negativ ausgefallen

Zum Hintergrund: Ein Mitarbeiter von Laubachs Verwaltung ist positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Mit diesem hatte der Bürgermeister Kontakt, der sich darauf in Quarantäne begab, aufs Ergebnis eines PCR-Tests wartete. Dass dieser negativ ausfiel, erfuhr er am gestrigen späten Mittwochnachmittag. Würden Symptome auftreten, so Klug weiter, werde es einen zweiten Test geben. Fürs Erste bleibe er in Quarantäne.

Einem ersten Schnelltest haben sich unterdessen sämtliche Rathausbeschäftigten und Stadträte unterzogen, auch diese fielen negativ aus. Ein zweiter Test steht Freitag an.

Aus dem Corona-Fall resultieren Hauptamtsleiter Stuff zufolge für die Bürger keine weitergehenden Einschränkungen. Bei wichtigen Angelegenheiten sei der Zugang weiter gewährleistet; wie bisher freilich erst nach telefonischer Anmeldung und unter Wahrung der Hygienevorschriften.

Die Ausschüsse sollen nun am 16. Februar tagen, die Stadtverordneten eine Woche später - eventuell steht dann bereits die Amtseinführung des neuen Bürgermeisters auf der Tagesordnung.

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