Eine der Baustellen in Gonterskirchen. FOTO: PM
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Eine der Baustellen in Gonterskirchen. FOTO: PM

Verwunderung und Kritik bei Anwohnern

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Laubach(tb). In Gonterskirchen geht es in der Ortsdurchfahrt gut voran, ohne (Winter-)Pause werden die Arbeiten an Fahrbahn und Gehwegen fortgesetzt. Im ersten Bauabschnitt wurden jüngst die Bürgersteige neu gepflastert - um zwei Tage später an zwei Stellen wieder aufgerissen zu werden. Was bei Anwohnern und mithin Ortsvorsteher Klaus Rühl für Verwunderung sorgt, um es milde auszudrücken. Anlass, so Rühl gegenüber der GAZ, seien Kabelarbeiten der Telekom aufgrund von Empfangsstörungen gewesen. Nur habe es diese Störungen bereits im Juli gegeben, worauf Ersatzadern genutzt worden seien. Der Netzbetreiber greife auf "altersschwache, gewissen Belastungen nicht standhaltende Leitungen" zurück, weitere Störungen und Reparaturen in den gerade neu ausgebauten Bürgersteigen seien da programmiert. Dabei wäre der Aufwand für neue Leitungen im Zuge der Baumaßnahme gering gewesen.

Vorwürfe, die Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney zurückweist. Zwar sei man wegen Empfangsstörungen ("begrenzte Kapazität") mehrfach angerückt. Doch keinesfalls treffe die Mutmaßung zu, "alterschwache" Leitungen seien Ursache des Übels. "Das Störungsbild ist anders", unterstrich McKinnney. Und ebenso, dass es sehr wohl üblich sei, eine freie Ader zu nutzen, das Verlegen einer neuen Leitung auf der gesamten Trasse zu teuer sei. Ganz abgesehen von der benötigten Lagerlogistik ("gibt diverseste Kabeltypen").

Grundsätzlich verwies der Pressesprecher auf die "Überforderung" aller Versorger und bat um Verständnis für die unglückliche Terminplanung: Es seien einfach zu viele Baustellen, bei begrenzten Ressourcen an Budget und Planern.

Zurück wies er ebenso die Kritik, wonach die Telekom im Vorfeld des Ausbaus zu keiner Kooperation bereitgestanden habe und somit die jetzige Situation heraufbeschwört wurde. Rühl: "Ein Unternehmen, was die Kommunikation in allen Ebenen verkaufen will, ist nicht bereit, in diese selbst einzutreten".

Sehr wohl, widersprach McKinney aufs deutlichste, habe die Telekom mit Hessen Mobil und dem Ingenieurbüro in Kontakt gestanden.

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