Umverteilung in Laubach

  • Thomas Brückner
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Laubach(tb). Die Erschließung des Neubaugebiets "Schottener Straße" in der Kernstadt ist abgeschlossen. Kanal-, Wasser- und Versorgungsleitungen (Nahwärme et cetera) sind verlegt, die Baustraße fertig, in Bälde auch der erste Häuslebauer. Im Vorgriff auf die Abrechnung der einzelnen Gewerke aber hat sich gezeigt: Der Ansatz für die Wasserversorgung reicht nicht, 35 000 Euro kommt die Sache teurer. Einstimmig und ohne Diskussion hat der Haupt- und Bauausschuss soeben den Nachschlag abgenickt. Kein Wunder, bedarf es doch nur einer Umverteilung, der Abwasserkanal kommt billiger, insgesamt jedoch reichen etatisierte Mittel aus.

Viel mehr Diskussionsbedarf gab’s beim Thema "Hundefreilauffläche". Wie berichtet, liegt dazu ein Antrag des Ortsbeirats vor, wonach eine Fläche unterhalb der Adolf-Wieber-Straße genutzt werden sollte. Die von der Verwaltung favorisierte Wiese am Campingplatz wird, da "jwd", abgelehnt. "Im Wohngebiet und nah an einem Kindergarten - eine phänomenale Idee", übte sich Siegbert Maikranz (CDU) in Sarkasmus. Der Campingplatz sei in Ordnung, auch wegen der dort geringeren Gefahr eines Beißunfalls im Vergleich zur Wiese unweit der Kita.

Bürgermeister Peter Klug erinnerte daran, dass die Stadt erst mit einer Freilauffläche einen Leinenzwang, vor allem im Schlosspark, durchsetzen könne. Dass im Wohngebiet "Musikerviertel" durchaus Probleme mit Nachbarn dräuten, dafür gebe es bereits ein erstes Beispiel ("ein Anruf, kaum dass es in der Presse stand"). Eventuelle Überschreitungen der Lärmgrenzwerte würden nun geprüft. "Das Problem gäbe es am Campingplatz nicht."

Die Position des Ortsbeirats unterstützte dagegen Hartmut Roeschen (SPD). Die Lage sei sogar von Vorteil, die Hunde wären eine Attraktion für die Kita-Kinder. Und: "In der Gießener Straße ist es lauter."

Hundeplatz: Verbissene Suche

Den Standort sollte der Ortsbeirat bestimmen, meinte auch Dirk-Michael Hoffmann (FBLL). Ein Standort weiter draußen sei besser, fand wiederum Michael Köhler (Grüne). Der Einwand, man möge die Bälle flachhalten, was das Gefährdungspotenzial durch Hunde im Park angeht, provozierte den erwartbaren Einwurf: "Und was war mit dem Schwan?!" Einstimmig votierte der Ausschuss schließlich für den Campingplatz. Ob damit aber die "verbissene Suche" nach dem besten aller Standorte für den Hundeplatz ein Ende findet?

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