Zum Abi in die "Straße der guten Wünsche"

Laubach/Grünberg(tb). Der eine oder andere Teenager wird letzte Nacht nicht ganz so gut geschlafen haben, stehen doch heute auch für die Abiturienten im Gießener Land die ersten schriftlichen Prüfungen an. Die äußeren Bedingungen freilich sind diesmal ganz andere, in Zeiten der Corona-Pandemie gilt auch hier das Gebot "Abstand halten".

Wie Jörg Keller, Direktor der Theo-Koch-Schule Grünberg mit meist um die Hundert Prüflingen erklärt, wurde den Teenagern daher aufgetragen, möglichst einzeln zur Schule zu kommen, also nicht mit Bus, Bahn oder in Fahrgemeinschaften.

Wer erkältet ist oder sich krank fühlt, soll zu Hause bleiben bzw. sich ein Attest besorgen, damit der Nachschreibtermin wahrgenommen werden kann. Dank des Schulnetzwerks "IServ" werden alle Schüler zeitnah über Verhaltensregeln, Vorkehrungen etc. informiert. Besagtes Abstandsgebot kommt nicht nur bei der Sitzordnung in der Aula zum Tragen, wo die Prüflinge von der Schulleitung begrüßt werden. Nacheinander geht sodann auch jeder Kurs für sich zum Prüfungsraum, in dem sich diesmal maximal zwölf Jugendliche aufhalten. Dafür wurden etwa die Kurse halbiert oder sogar gedrittelt, wie Keller erläutert. "Die Kehrseite ist nur, dass deutlich mehr Aufsichtskräfte benötigt werden." Auf den Fluren der mit rund 1600 Kindern größten Schule im Kreis stehen Desinfektionsmittel bereit.

Keller hofft "inständig", dass die Prüfungen tatsächlich stattfinden können: "Auch wenn es sich in diesen Tagen letztlich nur um ein Problem weniger handelt, so ist die psychische Belastung für die Beteiligten und deren Eltern im Moment außerordentlich groß. Ein Abitur schreibt man (in der Regel) nur einmal im Leben." Wie in Grünberg so machen - gerade in diesen Zeiten angebracht - ebenso in Laubach Freunde und Verwandte den Prüflingen mit Transparenten Mut: Aus der Königsberger Straße, in der sich das Kolleg befindet, ward so die "Straße der guten Wünsche" (Foto). FOTO: KÜHN

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