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Sprichwörtliches Bad in der Menge: Anja Herber-Ruß (vorn), Martin Eckhardt (mit Mikrofon) und Michael Wagner (M.) werden vom Publikum gefeiert.

Stelldichein im Schlosspark

  • VonJutta Schuett-Frank
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Laubach (sf). Strahlender Sonnenschein, ab und zu ein laues Lüftchen - beste Voraussetzungen für ein Freiluftkonzert. Am Sonntag fand erstmals nach langer coronabedingter Pause wieder ein Schlossparkkonzert statt. Für den seit 1. Juni amtierenden Bürgermeister Matthias Meyer war die Eröffnung eine Premiere.

Mit Witz, Herz und Humor führte Martin Eckhardt durch das Programm. Mit Charme und Herzklopfen begrüßte er die Gäste aus nah und fern.

Auch musikalisch spannte der Moderator er einen großen Bogen, präsentierte etwa sein Lied »Ich sing’ so gern von Donna Blue«. Egal, was Martin Eckhardt überdies covert - er macht es mit Bravour.

Der Hattenröder Mario Graulich ist in der Schlagerszene bekannt. Von klein auf war er großer Fan der Amigos; als Zehnjähriger hat er bei kleineren Auftritten deren Lieder gesungen. Er freute sich, nun mal wieder auf der Bühne zu stehen und deren Lieder zu präsentieren.

Die Stimmung am Sonntagnachmittag war bestens - fast hätte man meinen können, im Schlosspark werde eine kleine Kirmes gefeiert. Weit durch den Park erklangen die Melodien. Von Graulichs neuer CD war auch der Titelsong »Ich will dich« zu hören.

Während der Corona-Pause hatte Graulich einige Zeit im Tonstudio verbracht und an neuen Songs gearbeitet. Nun erklangen »Ich habe heut Nacht ein kleines Rendezvous mit Dir« und »10 000 Träume«. Ein Höhepunkt war das Lied seiner Jugend: »Sommer 65«.

Zwei bunte Stunden

Die Besucher klatschten und sangen eifrig mit. Michael Wagner (Wohnfeld) beeindruckte mit seinen Beiträgen, etwa mit »Mein Hessenland«, einem Dankeschön an die Heimat. »Das wird mein Sommer« kam ebenfalls prächtig an. Besungen wurde auch »Der Sommer in den Alpen«. Viel Beifall gab es für die Interpretation von Kerstin Otts »Wegen Dir«. Für das gemeinsam gesungene »Zwei Kerle wie wir« ernteten Martin Eckhardt und sein »Michl« reichlich Applaus.

Zum Stimmungs-Potpourri von Martin Eckhardt trat ein Überraschungsgast auf. Anja Herber-Ruß, als Sängerin eigentlich schon »im Ruhestand«, erfüllte Graulichs Bitte um ein kleines Gastspiel. Man applaudierte bei »Das kleine Haus am Meer«, »Stumme Signale« oder »So e Stückerl heile Welt«. Den Schlagerfreunden wurde ein buntes Programm geboten; nach über zwei Stunden fiel der Abschied schwer.

Fünf weitere Konzerte an gleicher Stelle sollen im Laufe des Sommers folgen - wenn es die Pandemielage zulässt. Seit etlichen Jahren werden diese Veranstaltungen von Regina Keil (gemeinnützige Laubacher Kultur- und Bäder GmbH) organisiert. Seitens der Sparkasse Laubach-Hungen überreichten Birgit Hartmann (Vorstandsmitglied) sowie der Geschäftsstellenleiter und Erste Stadtrat Björn-Eric Ruppel einen Zuschuss über 900 Euro. Nur mithilfe solcher Mittel seien die Konzerte zu finanzieren, erläuterte Meyer. Die Bewirtung des Publikums hatte der Förderverein Laubacher Schwimmbäder übernommen.

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