Stehender Festzug oder Kirmes?

  • vonConstantin Hoppe
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Laubach(con). Röthges wird 700 Jahre alt. 1322 wurde der Laubacher Ortsteil erstmals in einer Arnsburger Urkunde unter dem Namen "Rode juxta Wedirveldin" erwähnt. Ein Jubiläum, dem sich die Dorfgemeinschaft in zwei Jahren widmen möchte - möglichst ohne Probleme durch Corona. Deshalb traf sich jetzt eine Arbeitsgruppe, um sich mit Ideen für das Fest auseinanderzusetzen.

Doch wie so oft: Aller Anfang ist schwer, und so stand zunächst die Frage im Raum, in welchem Rahmen ein Fest gestaltet werden könnte. Dabei stehen aktuell zwei Varianten im Vordergrund der Überlegungen: Ein stehender Festzug, bei dem man besonders auf die Geschichte des Ortes eingehen könnte, oder eher eine Feier für die Dorfgemeinschaft - etwa in Form einer Kirmes. Dazu gab es noch keine Entscheidung. Es wird sich ein Arbeitskreis bilden, der diese Frage klären soll.

Wann soll die Feier stattfinden? Muss ein eigener Verein gegründet werden oder kann ein bereits bestehender federführend einspringen? Die erste Erwähnung von Röthges fand am 22. Mai statt - und da dieser 2022 auf einen Sonntag fällt, wird das Wochenende 21./22. Mai angepeilt, egal in welcher Form die Feier stattfinden wird.

Geschichte der Burg

Angesprochen wird im Rahmen der Jubiläumsfeier auch die Geschichte der ehemaligen Burg in Röthges: Von dieser ist heute nichts mehr zu sehen - zumindest nicht auf den ersten Blick. Sie stand einst in der Nähe des heutigen Friedhofs. Im Mittelalter gehörte die Ortschaft zu den Besitz- tümern der Falkensteiner - nach dem Tode des letzten Mitglieds dieses Adelsgeschlechtes fiel Röthges an den Grafen Bernhard zu Solms-Braunfels. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Dorf und Burg größtenteils zerstört. Spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Burg dann als "Steinbruch" zum Bau von neuen Häusern verwendet, sodass sich heute in manch altem Haus im Ort wohl Teile der "Burg" befinden.

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