»Städteservice Laubach-Lich beenden«

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Laubach (pm). Die Liste »Bürger für Laubach« (BfL) orientiert sich bei ihren Zielen für die kommende Legislaturperiode daran, ob sie erreichbar sind und die örtliche Gemeinschaft dafür zuständig ist. »Das unterscheidet uns von anderen Gruppierungen, welche die Welt verändern wollen«, heißt es eingangs einer Pressemitteilung der Wählergruppierung.

Danach strebt die BfL den Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten für berufstätige Eltern an, wobei insbesondere die Fördermöglichkeiten von Bund und Land optimal in Anspruch genommen werden sollten. Auch Schulkinder sollten die Möglichkeit erhalten, im Falle einer zwingend gebotenen Abwesenheit der Eltern in der Schule betreut zu werden. Die BfL wendet sich gegen die Ausweisung neuer Baugebiete, da dies zu einem unwiederbringlichen Verlust von Lebensraum für die Fauna und Flora führt. Stattdessen soll es Schaffung von neuem Wohnraum durch Förderung des Aus- und Umbaus vorhandener baulicher Anlagen geben sowie die Beratung des Bauwilligen über öffentliche Fördermöglichkeiten, wobei das Bauamt der Stadt zu beraten hat.

Bei der Neugestaltung des Marktplatzes sollte Rücksicht genommen werden auf die Kommunikation der Bürger. »Wenn sich Bürger begegnen, sollen sie auch Gelegenheit haben, sich zu unterhalten und Meinungen auszutauschen. Dabei sollen auch ausreichende Parkmöglichkeiten geschaffen werden.«

Wege instandsetzen

Die Verwaltung, so weiter BfL-Obmann Hans-Georg Frank, müsse so geführt werden, dass nicht der Eindruck einer Klüngelwirtschaft entstehe, wo über die Köpfe der Bürger hinweg zugunsten von Personen entschieden werde, die einflussreichen Politikern etc. nahestehen. Vorgänge wie Entstehung und Betrieb der Dorfschmiede GmbH oder des Jugendgästehauses, die sich auf Jahrzehnte hinaus als »Geldempfangsunternehmen« erwiesen, dürften sich nicht wiederholen. »Verantwortliche müssen zur Rechenschaft gezogen werden.« Die Verwaltung müsse sich zudem moderner Kommunikationsformen bedienen (etwa digitale Antragsverfahren).

Der Verwaltungsverband mit Lich müsse beendet werden, weil diese Einrichtung früher oder später zu Bürgerferne führen wird, die den Belangen und Interessen der Einwohner zuwiderläuft. »Die weitere Verwaltungseinrichtung ist überflüssig, weil beide Städte hinreichend sachlich und personell ausgestattet sind, um ihre Aufgaben bewältigen zu können. Eine dritte Verwaltungsstufe kostet nur Geld und ist daher überflüssig.«

»Laubach muss sein Wegenetz wieder instandsetzen, was durch übermäßige Nutzung (Holzeinschlag durch die Stadtwaldstiftung) schwer in Mitleidenschaft gezogen worden ist«, lautet ein weiteres Ziel der BfL. Dies gilt insbesondere für die Feldwege und Gemeindestraßen, die zunehmend in einen katastrophalen Zustand geraten sind. »Da hilft es nicht, wenn beschlossen wird, die dem Land Hessen gehörende Straße herzurichten, weil dies Sache des Landes ist. Man muss mit den eigenen Pflichten und Aufgaben anfangen.«

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