"Stadt und Private müssen aktiv werden"

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Im Fokus der Dorfentwicklung Laubach steht – die Stadt Laubach. Genauer der Altstadtkern. Karl-Dieter Schnarr vom Planungsbüro "plusConcept" hat im Auftrag der Kommune und gefördert vom Land (IKEK) ein 25 Seiten starkes Konzept erarbeitet. Die Laubacher mahnt er zu verstärkten Anstrengungen, schließlich verschärfe sich der Wettbewerb der Kommunen untereinander; in diesem Fall auch mit Grünberg, auch wenn man gemeinsam ein Mittelzentrum bildet. "Eine erfolgreiche Stadtentwicklung", reklamiert Schnarr, "kommt nicht von allein, dafür es müssen die öffentliche Hand und Private aktiv werden."

Im Fokus der Dorfentwicklung Laubach steht – die Stadt Laubach. Genauer der Altstadtkern. Karl-Dieter Schnarr vom Planungsbüro "plusConcept" hat im Auftrag der Kommune und gefördert vom Land (IKEK) ein 25 Seiten starkes Konzept erarbeitet. Die Laubacher mahnt er zu verstärkten Anstrengungen, schließlich verschärfe sich der Wettbewerb der Kommunen untereinander; in diesem Fall auch mit Grünberg, auch wenn man gemeinsam ein Mittelzentrum bildet. "Eine erfolgreiche Stadtentwicklung", reklamiert Schnarr, "kommt nicht von allein, dafür es müssen die öffentliche Hand und Private aktiv werden."

Was zuvörderst Letztere betrifft: Das Planungsbüro hat 20 "obsolete" Gebäude ausgemacht, deren Abriss also keinen Verlust fürs Stadtbild bedeutete. Im Gegenteil, könnte doch neuer Raum geschaffen werden. Für hochwertiges Wohnen. Für neue Stellflächen, etwa hinter dem "Hochzeitshaus" oder auf der "Planke", um Ersatz für einen (fast) autofreien Markplatz zu schaffen. Neuer Raum auch für Freiflächen, zugunsten einer attraktiveren Außengastronomie, wofür wiederum die alten Scheunen im Bereich Planke/Obere Langgasse ein Paradebeispiel seien.

Gesamtinvestition von 6,3 Mio. Euro

Ebenso böten dieserart Neuordnungen die Chance für mehr Grün – ein kleiner Mangel der Altstadt sei das, auch wenn der Schlosspark gleich um die Ecke liege. Zumindest sollte die grüne Oase besser angebunden werden, wofür Schnarr die Anlage von ein, zwei neuen Fußwegen, etwa zum Grünen Meer, vorschlägt.

Der Architekt nochmals zur Bedeutung privaten Engagements: Eine noch so schöne Platzgestaltung bringe nichts, wenn die Eigner von Anwesen mit Sanierungsstau nicht mitzögen. Verbesserungspotenzial sieht er unter anderem in der Schwarzen Ellergasse, wo ein marodes Anwesen zu sanieren sei. Allerdings erachtet auch er das Gässchen an der Schlossmauer mit seinen pittoresken, jahrhundertealten Häusern bereits jetzt als pure Idylle. Recht gut integriert sind nach Ansicht des Planers die vergleichsweise zahlreichen Neubauten in Laubach Altstadt.

Ein weiterer Vorschlag Schnarrs betrifft den Marktplatz (die GAZ berichtete) oder Verbesserungen, was Gestaltung und Erschließung des Parkdecks angeht.

Die Umsetzung aller Maßnahmen veranschlagt er mit 6,3 Mio. Euro, abzüglich der Fördermittel aus der Dorferneuerung (IKEK) verbliebe ein Eigenanteil von 4,1 Mio. Euro. Davon wiederum hätten private Sanierer rund 3,1 Mio. Euro, die Stadt rund eine Million zu finanzieren.

Nach den IKEK-Arbeitsgruppen hat soeben auch der Hauptausschuss des Stadtparlaments die mit der Denkmalpflege abgestimmte Schlussfassung des Konzept zustimmend zur Kenntnis genommen.

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