Künftig vor jeder Fällung

Stadt bestellt Baumgutachter

  • Thomas Brückner
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Laubach (tb). Für die Kritiker der Baumfällung auf der Wiese in der Adolf-Wieber-Straße dürfte es ein schwacher Trost sein: Die Stadt Laubach wird künftig im Vorfeld gleichgelagerter Maßnahmen einen Baumgutachter bestellen. Dafür stehen 10 000 Euro bereit, die das Stadtparlament am Dienstag mit 17:8 Stimmen bewilligt hat. Die Tischvorlage der Verwaltung war Ergebnis einer Erörterung mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) im Nachgang der Fällungen auf der Wiese.

Für die beschloss das Plenum auf SPD-Antrag mehrheitlich die Aufstellung eines Bebauungsplans. Die Grünen scheiterten dabei mit dem Änderungswunsch, von der Überplanung die privaten Parzellen auszuschließen, auf dass diese nicht »veredelt werden«. CDU, FW und ein SPDler (16 Stimmen) folgten hier dem Appell von Bürgermeister Peter Klug, das Maximum an Bauland rauszuholen. Zeigten Dritte (auch das Stift gehört dazu) Interesse, könne man diese ja an den Kosten beteiligen.

»Hätten wir das gewusst, hätten wir den Antrag nicht gestellt«, griff SPD-Mann Roes-chen das Thema Fällung auf. Er hätte sich gewünscht, die großen Bäume wären in die Planung integriert worden. Vielleicht sollte man sich doch eine Baumschutzsatzung geben. Mit harschen Worten ging Michael Köhler (Grüne) auf die Geschehen ein. Nicht nur, dass er die Maßnahme an sich kritisierte, er warf Klug vor, mit seiner Äußerung vorm HFA, die UNB eingeschaltet zu haben, die Unwahrheit gesagt zu haben.

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