Der in Laubach gefundene Skorpion.
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Der in Laubach gefundene Skorpion.

Krabbelte im Hausflur

Skorpion-Alarm im Kreis Gießen: Exotisches Tier löst Notruf aus

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Besorgte Anrufer melden einen Skorpion in Laubach (Kreis Gießen). Der Frankfurter Zoo und Experte Stephan Fischer klären auf.

Laubach – Die Zentrale Leitstelle des Landkreises Gießen hat in dieser Woche einen exotischen Anruf erhalten: Ein Skorpion ist in einem Hausflur über die Wand gekrabbelt und hat sich hinter einer Vase versteckt. Der Einsatzort? Das nicht ganz so exotische Freienseen, ein Ortsteil von Laubach. Stephan Fischer ist Fachberater Reptilien in der Gießener Leitstelle, ein Skorpion im Landkreis Gießen war aber auch für ihn neu.

»Vor Ort eingetroffen, konnte ich einen kleinen Skorpion mit einer Körperlänge von 25 Millimetern einfangen«, erzählt Fischer. »Nachdem das Tier sichergestellt war, habe ich über den Frankfurter Zoo die Art des Skorpions ermittelt.« Es handelt sich um einen Euscorpius, ein Skorpion, der normalerweise in Österreich, Italien und der Schweiz lebt. Sein Stich ist vergleichbar mit dem einer Biene, allerdings ist sein Stachel zu schwach, sodass er die meisten Stellen der menschlichen Haut nicht durchdringen kann.

Kreis Gießen: 21 Einsätze wegen Schlangen im Jahr 2021

»Ganz herzlich möchte ich mich bei den Personen bedanken, die den Notruf abgesetzt haben«, betont der Reptilien-Beauftragte. »Leider kommt es vor, dass ich zu spät an einen Einsatzort gerufen werde und das Tier bereits verstorben ist.« Mittlerweile ist die Expertise von Fischer nicht nur im Landkreis Gießen gefragt, sondern auch die Nachbarlandkreise klingeln bei ihm durch.

In diesem Jahr hatte er bereits 21 Einsätze wegen gefundener Schlangen. Er appelliert: »Wenn Sie ein Reptil finden, zögern Sie bitte nicht, die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 anzurufen.« (pm)

Auch in benachbarten Landkreisen sorgen exotische Tiere immer mal wieder für Aufregung: So schlängelte im Sommer beispielsweise eine Königsnatter durch Dillenburg.

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