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Abriss

Scheune und Stall mitten in Lauter abgerissen

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Der erste Schritt hin zum neuen Dorfplatz in Lauter ist getan: Am Samstag wurden eine Scheune und ein Stall abgerissen. Die Neugestaltung ist für 2020 geplant.

Die vom Regierungspräsidium zunächst verweigerte Haushaltsgenehmigung hat es gezeigt: Laubachs finanzielle Spielräume sind eng. Dass die 2018 verschärften Vorgaben des Landes doch noch erfüllt werden, verdankt die Verwaltung vor allem einem hohen Nachschlag bei der Gewerbesteuer. Nach Vorlage der Veränderungsliste zum Etatentwurf, habe die Aufsichtsbehörde eine Genehmigung der Finanzplanung in Aussicht gestellt, so Kämmerer Timo Schumann.

Von der aktuellen "Finanzklemme" unberührt, da bereits 2018 etatisiert, ist eine Maßnahme, die nicht erst am Samstag Staub aufgewirbelt hat - da allerdings buchstäblich. Die Rede ist vom Dorfplatz Lauter. Noch gut in Erinnerung ist die Demo im September des Vorjahres, mit der rund 50 Lauterer ihren Unmut über eine "Benachteiligung" gegenüber der Kernstadt zum Ausdruck brachten. Anlass bot die Herabstufung des IKEK-Projekts zugunsten des Neugestaltung des Marktplatzes Laubach.

Nichtsdestotrotz beschloss der Magistrat zu Jahresbeginn die Verschiebung auf 2020. Wie es aus der Verwaltung hieß, warte man seit Monaten vergeblich auf einen umsetzbaren Entwurf des Ortsbeirats Lauter bzw. der IKEK-AG, nachdem beide Gremien jenen der Stadt abgelehnt hatten. Dabei sei der bereits mit den Behörden abgestimmt gewesen, habe man sogar eine auf 100 000 Euro erhöhte Förderung erwirkt.

Unberührt von der Neugestaltung des Platzes ist die Neuordnung des Areals, sprich der Abriss von Scheune und Stall. Die Mittel dafür stehen im Haushalt 2018, am Samstag erfolgte die von der Stadt zusagte Umsetzung. Bereits in der Frühe machte sich der Bagger an die Arbeit, gegen 16 Uhr war das seit Jahren leerstehende Gebäude Geschichte. Geschätzte Kosten bis dato: rund 40 000 Euro, Grunderwerb inklusive. Der erste Schritt hin zum Dorfplatz ist getan, jetzt soll der IKEK-Architekt gemeinsam mit dem Ortsbeirat eine neue Planung entwerfen. (Foto: Andrea Potdevin)

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