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Preisübergabe im Rahmen eines Gottesdienstes in der Laubacher Stadtkirche.

Sie sagen, was sie glauben

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Laubach/Grünberg (pm). "Sag doch, was du glaubst!" Dieser Aufforderung folgten 18 junge Menschen zwischen 15 und 20 Jahren. Sie beteiligten sich am Andachtswettbewerb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und des Dekanats Grünberg. Norina Tondar von der Theo-Koch-Schule (TKS) Grünberg konnte nach dem Gottesdienst in der Stadtkirche Laubach den ersten Preis mit nach Hause in die Rabenau nehmen.

Die 18-Jährige hatte der Jury einen Text mit dem Titel "Vertrauen im Sterben" vorgelegt. Darin versetzt sie sich in die Situation einer fast gleichaltrigen jungen Frau, die einen Suizidversuch überlebt und wieder Vertrauen in Gott und damit ins Leben gewinnt. Die Jury lobte das hohe Einfühlungsvermögen, die sprachliche Stärke und Überzeugungskraft des Textes.

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Mehr Vertrauen als Mut braucht man für einen Fallschirmsprung. Das war der Ausgangsgedanke von Lea Feierfeil und Denise Gronemann für ihre Text-, Musik- und Lyrikcollage "Vertrauen, um weiterzukommen". Dafür bekamen sie mit den zweiten Preis. Aus der Nähe von Koblenz war Henny Schneider angereist. Sie hatte über den Text aus dem Matthäus-Evangelium nachgedacht, in dem Jesus Petrus auffordert, übers Wasser zu laufen. In den Augen der Jury war das den dritten Preis wert. Sonderpreise bekamen Antonia Görnert für ihren originellen "Reiterpsalm" mit Schutzgebet sowie Paula Fischer und Philipp Buling, die sich an einen Rap herangewagt hatten.

Aus den prämierten Beiträgen hatten die Teilnehmer gemeinsam mit dem Grünberger Dekan Norbert Heide und Pfarrer Stephan Ebelt einen Gottesdienst komponiert, den Gemeindelieder unter der Begleitung von Dekanatskantorin Anja Martiné abrundeten.

Der Wettbewerb selbst geht auf eine Idee von Pfarrer Ebelt zurück, der bis Oktober Seelsorger in Laubach war. Dekan Norbert Heide, mit halber Stelle auch Schulpfarrer an der TKS, griff die Idee genauso gern auf wie Anja Schwier-Weinrich. Sie ist in der Landeskirche zuständig für die Gewinnung von Nachwuchspfarrern und hat die Aktion "Mach doch, was du glaubst" entwickelt. An diesem Vorbild orientierte sich das Motto des Andachtspreises "Sag doch, was du glaubst". Schwier-Weinrich trug den Wettbewerb mit Flyern und Informationen in die gesamte Landeskirche. Am Sonntag lobte sie den Mut der Schüler, sich nicht nur der Jury zu stellen, sondern auch in einem so großen Gotteshaus wie der Laubacher Stadtkirche ihre Texte zu präsentieren, eben zu sagen, was sie glauben: "Kirche kann nur funktionieren, wenn wir sagen, was wir glauben und tun, was wir glauben." Sie hofft, dass der Wettbewerb einigen der Teilnehmer Lust auf einen Berufsweg in der Kirche gemacht hat und verriet, dass über eine zweite Auflage der Veranstaltung im nächsten Reformationsjubiläumsjahr 2021 nachgedacht werde.

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