Am runden Tisch Einigung erzielt

  • Thomas Brückner
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Laubach(tb). "Es fügt sich nun eins zum anderen. In wenigen Wochen können Kinder aus bis zu 25 Familien im Naturkindergarten Freienseen betreut werden" - mit diesen Worten nahm der Elternverein zu Wochenbeginn jene Entwicklung vorweg, die sich kurz zuvor in den Parlamentsausschüssen abgezeichnet hatte (GAZ vom 10. Juni: "Neue Hoffnung für Naturkindergarten"). Am Dienstagabend nun, am runden Tisch mit Vertretern von Verein, Politik und "Stift", wurde die gewünschte Lösung festgezurrt.

Vor allem: Die Stadt gewährt nun doch den dringend benötigten Betriebskostenzuschuss (beantragt hatte der Verein 45 000 Euro, Näheres wird Gegenstand des jetzt auszuhandelnden Vertrags mit der Stadt, die Red.).

Verlagerung einer Waldgruppe prüfen

Zur Erinnerung: Die Magistrats-AG mit Bürgermeister Peter Klug (FW-Landesverband), Erster Stadträtin Isolde Hanak (CDU) und Stadtrat Josef Neuhäuser (FW Laubach) hatte eine Beschlussvorlage erarbeitet. Danach sollte beantragter Zuschuss - analog zur Zahlung ans Oberhessische Diakoniezentrum (OD) - verweigert werden. Zur Begründung hieß es etwa, mit dem Naturkindergarten könnten der Freienseener Waldgruppe des OD sozusagen die Kinder ausgehen, das von der Stadt zu tragende Defizit weiter steigen. Auch sei der Bedarf eher in den westlichen Stadtteilen gegeben. Die Ausschüsse aber folgten der Magistratsvorlage nicht, setzten einen runden Tisch ein, um zeitnah eine für beide Seiten befriedigende Lösung zu suchen.

Dessen "einmütiges Ergebnis", eine Abstimmung fand nicht statt, ist ein Alternativantrag für die Sitzung des Plenums am 23. Juni. Danach wird - wie bereits in der Magistratsvorlage - die Gründung der Elterninitiative zur Schaffung von Kita-Plätzen grundsätzlich begrüßt. So wird auch die Durchreichung des Landeszuschusses (Elterngeldbefreiung) von derzeit 138 Euro durch die Stadt zugesichert.

Neu aber ist dies: "Die Stadt wird vorerst für fünf Jahre das Defizit der Kinderbetreuung übernehmen (analog zum Vertrag mit der Oberhessischen Diakonie)." Der Magistrat wird bei dem erwartbaren Beschluss durchs Stadtparlament beauftragt, zeitnah entsprechenden Vertrag mit dem Verein abzuschließen, damit der Kindergarten zum 1. August loslegen kann.

Wie aus Teilnehmerkreisen weiter verlautete, war Thema am runden Tisch auch die vorgeschlagene Verlagerung der OD-Waldgruppe Freienseen nach Gonterskirchen. Dort gibt es keine Einrichtung und ist daher ein rechnerischer Fehlbedarf von 44 Plätzen gegeben. Dagegen spreche freilich, dass Haus- und Waldgruppe im Seenbachtaldorf miteinander verzahnt seien. Im Übrigen kam man überein, zunächst die "Unbedenklichkeitserklärung" des Ortsbeirats Freienseen einzuholen.

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