Rückblick auf Erfolgsgeschichte

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Laubach (bf). Unter dem Motto "20 Jahre Stadtwaldstiftung Laubach - Vorbild für die kommunale Wirtschaft" stand dieser Tage ein Fachsymposium im Rathaussaaal. Neben mehreren Fachvorträgen, die sich unter anderem mit der Ökonomie des Jagens und den Folgen für den Wald sowie dem Naturschutz und dessen Integration in der Stadtwaldstiftung beschäftigten, wurde auch eine Bilanz der Arbeit in den vergangenen zwei Jahrzehnten gezogen.

Peter Klug, der Bürgermeister und Vorstandsvorsitzende, referierte über "Kommunales Waldvermögen und sein Potenzial". Dabei stellte er als Ausgangspunkt die Frage, warum so wenige Kommunen die Ressourcen des Waldes nutzen. Die Antwort: Erstens sei die Not in manchen Kommunen nicht groß genug. Zweitens herrsche Unwissenheit, wie viel Geld man mit einem Wald verdienen kann.

Vor 20 Jahren brachte der Umstand, dass der Wald nur noch rote Zahlen schrieb, die Verantwortlichen in Laubach dazu, einen bis dahin noch nie beschrittenen und vergleichsweise aufwendigen Weg zu gehen: die Gründung einer Stadtwaldstiftung. Der Aufwand machte sich bezahlt. Die Stadtwaldstiftung hat seit 1999 rund 2,9 Millionen Euro ausgeschüttet. Geld, das der Stadt, der Diakonie, den Vereinen und der Heimat- und Kulturpflege zugutekam. Zudem kann die Stiftung durch aufgebaute Reserven die Kosten von mindestens 175 000 Euro für Aufforstung selbst tragen. Des Weiteren stehen 108 Hektar Wald unter Naturschutz, wodurch 13 Millionen Ökopunkte gutgeschrieben wurden. Neun Millionen Ökopunkte wurden bereits verkauft; mit dem dadurch erzielten Erlös in Höhe von rund drei Millionen Euro soll weiterer Wald erworben werden.

Dr. Jens Borchers, der Kuratoriumsvorsitzende/Unternehmensberater und Forstdirektor im Privatdienst unterstrich in seinem Vortrag "20 Jahre Stadtwaldstiftung Laubach - Hintergründe eines forstpolitischen Erfolgs" den Erfolg der Stiftung. Die Umsatzrendite, die man 1999 bei 10 bis 25 Prozent festlegte, sei übertroffen worden: Sie liege nun bei 28 Prozent. Der einzige Wermutstropfen: Die Stadt besitze weiterhin die Rechte an Grund und Boden. Allein die Nutzungsrechte wurden an die Stiftung, die Ewigkeitsgarantie besitze, abgegeben.

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