Gut 45 Jahre auf dem Buckel: Das Kioskgebäude im Schlosspark Laubach erhält die dringend nötige Zuwendung. tb/FOTO: TB
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Gut 45 Jahre auf dem Buckel: Das Kioskgebäude im Schlosspark Laubach erhält die dringend nötige Zuwendung. tb/FOTO: TB

Reif für die Renovierung

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Laubach(tb). Der Park der Grafen zu Solms-Laubach ist ein Juwel. Mindestens seit 150 Jahren, als er zum Landschaftsgarten umgestaltet wurde - im englischen Stil, damals der Dernier Cri. Die Stadt, seit gut 15 Jahren und noch bis zum Ende des 21. Jahrhunderts Pächter, weiß das Juwel zu nutzen. Erwähnt seien hier nur die Gartenmesse "Villa Cotta", das Bluesfestival oder das Open-Air-Kino. All dies, so steht zu hoffen, wird nach Corona wieder stattfinden.

126 000 Euro Landeszuschuss

Stillstand ist Rückschritt - oft bemühte Weisheit der Ökonomen haben auch die Verantwortlichen für Tourismus- und Kulturförderung bei der Stadt beherzigt. So gaben sie 2018 einen Wasserspielplatz in Auftrag, um den Park gerade für Familien mit kleinen Kindern noch attraktiver zu machen. Nicht weniger als 50 000 Euro kostete der, ohne dass der Haushalt der Kommune aber direkt belastet wurde - die Stadtwaldstiftung zahlte die Rechnung. Dies in Übereinstimmung mit ihren Satzungszielen, hier der Förderung von Jugendarbeit und Kultur.

Als weiteres Projekt zur Aufwertung der grünen Oase nähert sich jetzt die Sanierung des Kiosks ihrem Ende. Tatsächlich handelt es sich bei dem Gebäude um mehr als nur eines der herkömmlichen Büdchen: Versetzt angeordnet, in Massivbauweise und mit Pultdach errichtet, finden sich hier Küche, Verkaufsraum, Toiletten und Lager. Für viele Veranstaltungen, etwa die Ferienspiele oder die sonntäglichen Parkkonzerte, wird der Kiosk benötigt.

Nur war er eben, inzwischen rund 45 Jahre alt, sanierungsbedürftig geworden. Vor allem Holzverkleidung und Dach sind da zu nennen. An sich schon 2019 geplant, haben sich die Arbeiten aus diversen Gründen - darunter die damals noch häufigen Veranstaltungen - verzögert. Jüngst aber schritten Zimmerer, Maurer und Maler zur Tat, im August soll alles fertig sein. Wie Angela Ruppel, zuständige Sachbearbeiterin im Bauamt, auf GAZ-Anfrage sagte, standen vor allem die Erneuerung des Daches, der Fensterfront und Türen, der sanitären Anlagen (jetzt mit Behinderten-WC) sowie ein neuer Anstrich auf dem Plan. Nicht zu vergessen der Vorplatz, wo gerade Pflaster an die Stelle der ästhetisch zweifelhaften Waschbetonplatten - in den 1970ern der letzte Schrei - tritt. Anders als beim Wasserspielplatz wird der städtische Etat hier durchaus und auch direkt belastet: 74 000 Euro sind als Eigenanteil veranschlagt, netto. Mit 126 000 Euro den dicksten Batzen aber begleicht das Land, ist die Kiosk-Sanierung doch ein Projekt im Rahmen des Dorfentwicklung (IKEK).

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