Ex-Singalumnat

Parlament für Bebauungsplan

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
    schließen

Laubach(tb). Auf Ebene der Politik ist das Verfahren durch: Mit 15 Jastimmen von CDU und FW bei elf Neinstimmen von Grünen, SPD; FBLL und BfL hat Laubachs Stadtparlament gestern Abend den Bebauungsplan "Johann-Sebastian-Bach-Straße" zur Satzung erhoben. Nach rund 15 Jahren und mehreren gescheiteren Anläufen ist damit der Weg frei für den Abriss des leer stehenden alten Singalumnats und den Ersatzbau von drei Mehrfamilienhäusern.

Eigentlich, denn abzuwarten bleibt, ob der Verein "Lebenswertes Laubach" Klage erhebt. Darauf deutet einiges hin: In jüngsten Nachbesserungen an der Planung hat die Anwohner-BI, die v.a. das Maß der baulichen Nutzung ("zu massiv für Wohnviertel"), die Stellplatzzahl und die Verkehrsbelastung kritisiert, "kein Entgegenkommen" gesehen.

Beispiel: Die Investoren hatten das mit der Grundflächenzahl (GRZ) bestimmte Maß der baulichen Nutzung von 0,4 auf 0,3 reduziert. Heißt: Statt bisher 40 werden 30 Prozent des Grundstücks überbaut. Für den Verein reine "Augenwischerei", gehe doch nun für Nebenanlagen (Parkplätze, Wege etc.) erheblich mehr Fläche drauf. Und ob den Anwohnern jüngste Korrektur genügt, wonach der Stellplatzschlüssel nur unter Zustimmung des Stadtparlaments von 1,4 auf 1,2 zu verringern wäre, da man doch 1,75 Stellflächen je Wohneinheit gefordert hat? "Wir prüfen in jedem Fall das Einlegen von Rechtsmitteln", sagte Vorsitzender Andreas Wenig der GAZ.

Dabei dürfte auch eine Rolle spielen, ob hier angewandtes, der Innenentwicklung vorbehaltenes Verfahren (13a BauGB) korrekt war: Kritikern zufolge ragen die Mehrfamilienhäuser einige Meter in den Außenbereich.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare