Zu den Aufgaben des Oberhessischen Diakoniezentrums gehört auch das Essen auf Rädern. ARCHIVFOTO: PM
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Zu den Aufgaben des Oberhessischen Diakoniezentrums gehört auch das Essen auf Rädern. ARCHIVFOTO: PM

"Ostkreisbürgermeister integrieren"

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Laubach(pm). In der letzten Stiftungsratssitzung in diesem Jahr haben die Mitglieder weitreichende Entscheidungen getroffen. Neben der Wiederwahl von Rainer Wengorsch, Peter Klug und Holger Claes in den Stiftungsrat beschlossen die Mitglieder den Wirtschaftsplan 2021 für das Oberhessische Diakoniezentrum. Er hat ein Volumen von 18,3 Millionen Euro.

Von großer Bedeutung war die Anpassung der Stiftungsverfassung. Das Diakoniezentrum ist in den vergangenen Jahren dank Ausbau seiner Beratungs- und Betreuungsangebote einer der wichtigsten sozialen Träger im Ostkreis geworden. "Mit der Integration aller vier Bürgermeister aus dem um Grünberg erweiterten Geschäftsgebiet wollen wir eine noch engere Anbindung an die Kommunen im Ostkreis erreichen. Damit tragen wir der Entwicklung der letzten Jahre Rechnung", sagte der ehrenamtliche Stiftungsratsvorsitzender Dirk Oßwald.

Das Oberhessische Diakoniezentrum besteht seit über 300 Jahren als private Stiftung. Ihr Ursprung als Stiftung der Grafen zu Solms-Laubach und ihr Wirken war zu Beginn hauptsächlich auf Laubach begrenzt. Seit einigen Jahrzehnten ist das Diakoniezentrum über die kommunalen Grenzen gewachsen. Die Arbeit hat das Oberhessische Diakoniezentrum zu einem festen Bestandteil der sozialen Infrastruktur werden lassen. Derzeit betreibt es mit 400 hauptamtlichen und 120 ehrenamtlichen Mitarbeitern drei Seniorenzentren, einen ambulanten Pflegedienst mit Essen auf Rädern, sechs Kindertagesstätten mit zwei Waldgruppen und die Koordinationsstelle für die Kindertagespflege im Ostkreis. Des Weiteren bietet man Angebote im Bereich Pflege, Betreuung und Demenz sowie einen stetig wachsenden Hospizdienst an.

Enger Kontakt gewünscht

"Dabei ist uns wichtig, als freier Träger der Wohlfahrtspflege engen Kontakt zu den Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaften vor Ort zu halten. Wir wollen helfen, wo Hilfe notwendig ist und wo man uns in einer Sozialpartnerschaft sieht", erklärte der stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende Holger Claes (Diakonisches Werk Gießen). Damit Arbeit und Wirken in den Kommunen deutlicher werden, hat der Stiftungsrat beschlossen, zukünftig neben den bisher schon beteiligten Rathauschefs von Laubach und Hungen auch die Bürgermeister der Städte Lich und Grünberg, Dr. Julien Neubert und Frank Ide, in den Stiftungsrat aufzunehmen.

Im ehrenamtlichen Stiftungsrat werden die Grundzüge und die strategische Ausrichtung des Unternehmens festgelegt und überwacht. Er besteht aktuell aus Dirk Oßwald, Holger Claes, Graf Karl Georg zu Solms, Rainer Wengorsch, Peter Klug und Christian Brand. Insbesondere der demografische Wandel und die damit einhergehenden Bedarfssituationen für die ältere Bevölkerung stellten die Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Der Stiftungsrat sehe die Notwendigkeit, die Steuerung der Aufgabenfelder gemeinsam mit den Vertretern der Städte regelmäßig zu besprechen und auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Man sei dankbar, dass die Bürgermeister der vier Ostkreiskommunen im Stiftungsrat mitarbeiten wollen.

Die Stiftungsratsmitglieder dankten den neuen Verantwortlichen Bernd Klein und Dr. Susanne Egbert. Beide hatten die Leitung des Diakoniezentrums im Februar übernommen. Neben dem Erwerb und Umbau des ehemaligen Krankenhauses und späteren Hotels "Bunter Hund" zur neuen Hauptverwaltung geht ab dem neuen Jahr die neue Tagespflege für Senioren in Grünberg an den Start. Ab dem neuen Kindergartenjahr 2021 betreibt das Diakoniezentrum zudem den Kindergarten in Langsdorf.

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