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Jakob Nolte

»Jugend forscht«

Nolte erhält Preis für »originellste Arbeit«

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Laubach (pm/bf). Jakob Nolte ist beim Bundeswettbewerb »Jugend forscht« am Sonntag als einer der besten Nachwuchsforscher Deutschlands ausgezeichnet worden. Der 20 Jahre alte Student aus Röthges erhielt den mit 3 000 Euro dotierten Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit.

Nolte wies mittels einer Vergleichsanalyse nach, dass in der Region um Laubach in den vergangenen rund 130 Jahren bis zu 80 Prozent der Blütenpflanzenflora verschwunden sind. Genauer gesagt hat er Wiesen und Äcker kartiert - und die Ergebnisse mit denen einer Doktorarbeit von 1887 über dasselbe Gebiet verglichen. Die Resultate stellte er erstmals 2019 auf einem internationalen Symposium in Thüringen vor.

Das Ziel seiner Arbeit war es, die Grundlage des Naturschutzes in Laubach zu verbessern und das Artensterben zu dokumentieren. Manche Arten sind laut Nolte unwiederbringlich dahin: »Es ist kurz vor zwölf, für manche Arten schon kurz nach zwölf«, hatte er 2020 in einem Interview mit dieser Zeitung gesagt.

Mit seiner Forschung zum Verlust von Artenvielfalt und -häufigkeit hatte Nolte bereits im vergangenen Jahr den Regionalwettbewerb von »Jugend forscht« gewonnen. FOTO: JWR

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