tb_mp3_040821_4c
+
Neuer Anlauf für die Neugestaltung des Laubacher Marktplatzes: Noch offen ist weiterhin die Zukunft der Parkplätze auf der linken Seite.

Noch mal mit Anliegern sprechen

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
    schließen

Laubach (tb). Die Umbaupläne für den Marktplatz sind seit Langem das »Aufregerthema« in Laubach. In einer Bürgerversammlung im Juli meldeten sich fast ausschließlich Gegner des Projekts zu Wort, zuvor bereits hatte sich der Ortsbeirat gegen die »große Lösung« positioniert. Doch wie soll es mit dem »Flaggschiff« der Stadterneuerung weitergehen? Eine Frage, mit der sich nun die IKEK-Steuerungsgruppe beschäftigt hat.

Welcher Kurs aber angelegt wird, so Vorsitzender Dr. Ulf Häbel, blieb offen. »Es braucht noch etwas Zeit, um das rauszukriegen.«

Beauftragt wurde damit eine Arbeitsgruppe aus dem Stadtplaner Karl-Dieter Schnarr, Ortsvorsteher Günter Haas, Bürgermeister Matthias Meyer und Häbel. Die AG will nochmals das Gespräch mit Hauseigentümern und Gewerbetreibenden am Marktplatz suchen. »Es geht darum, jene, die dort leben und arbeiten, stärker einzubeziehen«, erklärte der Vorsitzende der Steuerungsgruppe.

Kein grundsätzlicher Verzicht auf Umbau

Die AG ist nach dessen Worten in einem allerdings einig: Nach Jahren der Beratungen im Rahmen des IKEK-Prozesses, auch unter Einbindung von Bürgern ohne Parteibuch, nach dem einstimmigen Parlamentsvotum für einen Platz mit Aufenthaltsqualität und ohne Autos »gar nichts zu machen, das geht nicht«.

In jüngster Zeit artikulierte Hauptkritik- und Zustimmungspunkte sollen zeitnah in einen abgewandelten Entwurf einfließen, erarbeitet wird der vom Stadtplaner. Auf dieser Grundlage werde man in erwähntes Gespräch gehen, dessen Ergebnis will die Vierergruppe Ende September dem Stadtparlament präsentieren. Verbunden mit der Bitte, die an diesem Tag vorgesehene endgültige Entscheidung bis zum Jahresende zu vertagen und bei der federführenden Behörde zugleich eine Fristverschiebung zu beantragen (laut Bewilligungsbescheid vom November wären bereits zum September 2022 die Hälfte der Fördermittel zu verausgaben, die Red.).

Was den neuen Entwurf angeht, so hat er nach Häbel folgende Eckpunkte: Erhalt des Basaltpflasters; für geforderte Barrierefreiheit Anlage von Fußwegen aus ebenem Industriepflaster (»am Rand, eventuell auch quer über den Platz«); kein Rundverkehr mehr um die Linde; ein »möglichst autofreier« zentraler Bereich; Erhalt von möglichst viel Grün; Minimierung der Beeteaufmauerung.

Entsprechend der Empfehlung des Verkehrsgutachtens soll überdies am Ausgang der Unteren Langgasse nurmehr das Rechtsabbiegen erlaubt sein, sollen an der Volksbankseite Flächen für Kurzzeitparker (zurzeit eine Stunde) eingerichtet werden. Was aus den Stellplätzen vor dem Friseur wird, sei noch offen, sagte Häbel auf Nachfrage. Um anzufügen, dass an Gerüchten, der Metzger an der Ecke werde bei Verbannung der Parkplätze am Markplatz dichtmachen, nichts dran sei.

Am Ende mahnte der Vorsitzende der Steuerungsgruppe grundsätzliche Überlegungen an, wie in Laubach die Bürgerbeteiligung künftig aussehen sollte. Weder die Beschränkung auf das Auslegen eines Plans im Rathaus noch ein Orientieren an jenen, die »am lautesten schreien«, ist für ihn der Goldstandard. Und was den Marktplatz angeht, auch dazu hat der Freienseener eine dezidierte Meinung: »Es sollten dabei nicht nur die Interessen der Anlieger zählen, sondern auch die der Besucher Laubachs.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare