Nachfolge von Bürgermeister Klug

Nikolaus steht Laubach eine Wahl ins Haus

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Laubach(tb). Am 6. Dezember 2020 steht - nicht anders als anderswo - in vielen Laubacher Familien mit Kindern der Besuch des Nikolaus ins Haus. Derweil sind die Erwachsenen zum Urnengang aufgefordert (Briefwahl ginge aber auch): Mit knapper Mehrheit von 15:14 - die Jastimmen kamen von SPD, CDU, FDP und FBLL, die Neinstimmen von FW, Grünen und BfL - hat das Stadtparlament am Mittwoch den Nikolaustag als Termin der Bürgermeisterwahl bestimmt. Ein Stechen fände am 20. Dezember statt.

Michael Köhler (Grüne) hatte für die zweite Variante plädiert, die der Magistrat - freilich ohne Empfehlung - aufgezeigt hatte. Heißt: Zusammenlegung mit der Gemeindewahl im März 2021. Köhler verwies auf die Kostenersparnis (von der Verwaltung auf rund 10 000 Euro geschätzt, die Red.) sowie die zu erwartende höhere Beteiligung.

In Hessen müssen Bürgermeisterwahlen frühestens sechs und spätestens drei Monate vor Freiwerden der Stelle (hier 1. Juni 2021) stattfinden. Vor Längerem aber wurde schon eine Karenz von drei Monaten erlassen, um gemeinsame Wahlen zu ermöglichen. Nächste Gemeindewahl steht im März 2021 an, ein Zusammenlegen wäre also möglich gewesen.

Bekanntlich tritt Bürgermeister Peter Klug (40, Mitglied im FW-Landes-, nicht Stadtverband) nicht mehr an, die Karten werden also neu gemischt. Politische Beobachter spekulieren seit Längerem mit einer erneuten Kandidatur von Dirk-Michael Hofmann (FBLL). 2014 hatte der knapp 16 Prozent geholt, jüngst auf GAZ-Anfrage um Nachsicht gebeten: "Das entscheiden wir, wenn es so weit ist." Auch in CDU-Reihen, so pfeifen es die Spatzen von den Dächern, soll es Interessenten geben.

Laubachs Genossen hatten kürzlich - mangels "Angeboten" vor Ort - in ihrem Parteiblatt nach Bewerbern gesucht. Gemeldet aber hatte sich keiner. Dass die Annonce nicht ganz so ernst gemeint, eher eine Persiflage auf den vielzeiligen Vorläufer im FW-Organ gewesen sei, meinte Ortsvereinsvorsitzender Roeschen auf GAZ-Anfrage. Und grundsätzlich: "Laubach ist für die SPD ein schwieriges Pflaster." Noch auf der Suche sollen ebenso die Freien Wähler sein.

Noch aber ist für alle Zeit, erst Ende Oktober 2020 endet die Bewerbungsfrist.

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