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Bernd Klein und Dr. Susanne Egbert werden vom 1. Februar an die Geschäfte des Oberhessischen Diakoniezentrums leiten. FOTO: PM

Neuer Chefposten für Bernd Klein

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Laubach/Lich(pm/us). Dass Bernd Klein am 15. Januar als Bürgermeister von Lich ausscheiden wird, ist seit mehr als einem Jahr bekannt. Über seine Pläne für die Zeit danach hat sich der 52-Jährige seither Stillschweigen bewahrt. Nun herrscht Klarheit: Der Sozialdemokrat wird zum 1. Februar die Geschäftsführung des Oberhessischen Diakoniezentrums Johann-Friedrich-Stift in Laubach (OD) übernehmen. Wie Dirk Oßwald und Holger Claes, die ehrenamtlichen Vorsitzenden des Stiftungsrats, am Donnerstag mitteilten, wird Klein das Diakoniezentrum zunächst für ein Jahr führen.

Mit drei Seniorenheimen, Betreutem Wohnen, sechs Kindertagesstätten, Kindertagespflegeangeboten, dem Ambulanten Sozialen Dienst, verschiedenen Beratungs- und Ehrenamtsdiensten, fast 400 Beschäftigten und etwa 140 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das Oberhessische Diakoniezentrum der größte soziale Träger im östlichen Landkreis. Klein tritt die Nachfolge von Beatrix von Lüpke an, die seit dem Sommer erkrankt ist und nun ihren Posten aus gesundheitlichen Gründen zum 31. Januar niederlegt. Die Stellvertretung übernimmt Dr. Susanne Egbert. Die 49-Jährige leitet den Bereich Kindertagesstätten.

In einer Pressemitteilung würdigen Oßwald und Claes Klein als Führungspersönlichkeit, die die Region und das Geschäftsgebiet des OD mit den Städten Laubach, Lich, Hungen und Grünberg perfekt kenne und hier bestens vernetzt sei. Zudem habe er als Bürgermeister von Lich seit vielen Jahren dem Stiftungsrat angehört und sei deshalb mit den inhaltlichen, wirtschaftlichen und personellen Themen des Diakoniezentrums bestens vertraut. Auch aus früheren Tätigkeiten unter anderem als stellvertretender Leiter des Jugendamts in Gießen und als Personalchef der Kreisverwaltung mit knapp 1000 Mitarbeitern bringe er wichtige Kompetenzen mit.

Neue Tagespflege für Grünberg

Seit der Erkrankung von Beatrix von Lüpke hatte die nächste Führungsebene das Oberhessische Diakoniezentrum in enger Abstimmung mit den Stiftungsratsvorsitzenden geleitet. Eine solche Doppelbelastung könne jedoch kein Dauerzustand sein, äußerten Oßwald und Claes. "Deshalb freuen wir uns, dass Herr Klein offen für unsere Anfrage war und wir seit Beginn der Gespräche Mitte Dezember schnell einig geworden sind", heißt es in der Pressemitteilung.

Klein wird das Zentrum ab dem 1. Februar für zunächst ein Jahr führen. In dieser Zeit sollen weitere wichtige Entscheidungen auf den Weg gebracht oder umgesetzt werden, darunter der Bau und die Eröffnung einer Tagespflege im seit 2018 hinzugekommenen Geschäftsgebiet Grünberg, die Verlagerung des gesamten Ambulanten Dienstes an diesen Standort und die konkrete bauliche Zielplanung für die zukünftige Gestaltung des Hauptsitzes in Laubach. Ebenfalls soll im ersten Halbjahr 2020 die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger für das Amt des Vorstandes starten.

Klein selbst freut sich auf seine neue Aufgabe in Laubach. Gemeinsam mit den Beschäftigten wolle er die wertvolle soziale Arbeit des OD fortführen und den Herausforderungen der nächsten Zeit erfolgreich begegnen.

Bereits im Dezember hatte der Stiftungsrat beschlossen, Dr. Susanne Egbert ab 1. Februar die Vertretung des Vorstands zu übertragen. Die 49-Jährige ist Bereichsleiterin für die Kinder- und Familienarbeit und den ehrenamtlichen Hospizdienst. Ihre Vorgängerin Elke Bär hatte bis zu ihrem Ruhestand im vergangenen Juni ebenfalls die Vertretung inne. Egbert und Klein wollen die Stiftung mit über 300-jähriger Tradition zusammen mit den Bereichsleitern künftig als Leitungsteam führen.

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