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Laubachs Gewerbegebiet »Geisenwiese« aus der Luft.

Neue Pläne fürs Gewerbegebiet

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Laubach (tb). Nicht von Pappe: Insgesamt 28 Tagesordnungspunkte handelten Laubachs Stadtverordnete am Donnerstagabend ab. Neben der Wahl des neuen Magistrats (die GAZ berichtete) prägten Beschlüsse zur Bauleitplanung den Sitzungsverlauf.

Von öffentlichem Interesse war dabei vor allem die Änderung der Planung für die Erweiterung des Gewerbegebiets »An der Geisenwiese« in der Kernstadt. Aus Gründen des Naturschutzes wird nun auf eine verkehrliche Verbindung zu den Industrieflächen südlich der und mithin über die Wetter verzichtet. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst rund 7,5 Hektar, die Fläche befindet sich unterhalb der Landesstraße Wetterfeld-Laubach sowie der Philipp-Reis-Straße. Zu klären hat der Magistrat überdies, was aus der im Vorjahr heftig kritisierten Erdaufschüttung wird. Sozusagen in einem Rutsch beschloss das Stadtparlament eine Veränderungssperre, auf dass geplanter Solarpark nicht in der Mitte der Erweiterungsfläche errichtet und somit die Nutzung für Gewerbebetriebe behindern würde.

Sowohl die Vorlage zur Bebauungsplanung als auch zur Veränderungssperre fand bei nur einem Nein der BfL breite Zustimmung. Der Kernstadt-Ortsbeirat übrigens hatte dies anders gesehen, die Änderung des Bebauungsplans abgelehnt. Weitere Vorlagen des Magistrats betrafen im Vergleich dazu kleinflächige Bauleitplanungen. Mit den nun gefassten Aufstellungsbeschlüssen für die »Leimkaute« (Lauter) sowie den Oberseener Weg (Freienseen) machte das Plenum den Weg frei für private Bauvorhaben. Stadtverordnetenvorsteher Joachim M. Kühn notierte dafür jeweils »einstimmiges Votum«.

Hoffen auf Zuzug dank Horlofftalbahn

Anders verhielt es sich bei der Planung »Mühlacker« in Ruppertsburg, womit die bauliche Nutzung von drei Privatgrundstücken aufs Gleis gesetzt wurde. Wie Grünen-Sprecher Michael Köhler argumentierte, schade dies dem bestehenden städtischen Bebauungsplan entlang der Straße nach Wetterfeld, für das bei Inbetriebnahme der Horlofftalbahn mit einer erhöhten Nachfrage zu rechnen sei. Die Grünen stimmten mit Nein, FBL, BfL und SPD enthielten sich, CDU, FW und FDP sorgten für die Mehrheit.

Einstimmig angenommen wurde ein interfraktioneller Antrag, der dem Magistrat aufgibt zu prüfen, ob dem Verlag des »Laubacher Anzeiger« untersagt werden kann, Anzeigen oder Beilagen rechtsextremer Parteien im amtlichen Bekanntmachungsblatt der Stadt zu veröffentlichen. Sollte der geltende Vertrag dies nicht erlauben, seien umgehend die Voraussetzungen dafür in die Wege zu leiten.

Zum Abschluss der Sitzung wurden die neugewählten ehrenamtlichen Ortsvorsteher in ihr Amt eingeführt und vereidigt. Dies waren Klaus-Dieter Schmitt (Münster), Ralf Ide (Wetterfeld), Hermann Hans Hermannski (Freienseen), Klaus Rühl (Gonterskirchen), Felix Diehl (Ruppertsburg) und Sven-Niklas Schenk (Altenhain). Der wiedergewählte Ortsvorsteher des Kernstadt-Ortsbeirats, Günter Haas, war aus persönlichen Gründen verhindert.

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