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Landeszuschuss für den Ausbau der Zusammenarbeit von Laubach und Lich (v. l.): Claus Spandau, Julien Neubert, Matthias Meyer und Tobias Wengorsch.

Nächste Etappe: Digitalisierung

  • Thomas Brückner
    VonThomas Brückner
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Laubach (tb). Bürgernah, partnerschaftlich, effizient - drei Aspekte, die für Laubachs Bürgermeister Matthias Meyer bei Projekten interkommunaler Zusammenarbeit gegeben sein müssen. Beim Städteservice Laubach/Lich, so der Name des 2018 gegründeten Gemeindeverwaltungsverbandes, sieht man dies als gegeben an. Mehr noch: Die Verantwortlichen sind sich einig, die Kooperation weiterzuentwickeln.

Nächstes großes Ziel: Digitalisierung der Rathäuser.

Mehr Kompetenz, weniger Kosten

Anlass, über neue IKZ-Perspektiven zu reden, bot die Übergabe von 50 000 Euro am Mittwoch im Laubacher Rathaushof. Claus Spandau, IKZ-Beauftragter des Landes, überreichte den Bescheid an Meyer und dessen Licher Amtskollegen Dr. Julien Neubert.

Empfänger der Landesmittel ist der 2019 geschaffene gemeinsame Ordnungs- und Verwaltungsbehördenbezirk Laubach/Lich. Aus rechtlichen Gründen durfte der Städteservice Aufgaben wie Verkehrsüberwachung, Gefahrenabwehr oder Gaststättenkonzessionen nicht übernehmen.

Auch diese Kooperation, da waren sich alle einig, generiere einen »Mehrwert für den Bürger«. Denn andernfalls wären, schon wegen des begrenzten Personalbestandes, viele Aufgaben gar nicht zu bewältigen. Als Beispiel nannte Neubert die - bei dieser Gemeindegröße nur dank IKZ mögliche - Schaffung einer Stadtpolizei, deren Kompetenzen im Vergleich zum Ordnungsamt weiterreichen. Dank eines Personalbestands von gleich vier Kollegen seien auch Kontrollen der Allgemeinverfügungen zur Eindämmung der Pandemie zu organisieren gewesen. »Als schlagkräftiges Ordnungsamt sind wir da so etwas wie der Musterschüler«, meinte der Licher. Die Bußgelder seien schließlich dem Kreis zugute gekommen, fügte er mit einem Schmunzeln an. Dies mit Blick auf Spandau, hier in seiner Funktion als Kreistagsvorsitzender. Dass die Einnahmen an gemeinnützige Einrichtungen weitergeleitet wurden, gab er zu Protokoll.

»Die Ansprüche gerade an die Ordnungsämter werden immer größer«, unterstrich nun Hessens IKZ-Beauftragter. Stehe mehr Personal mit unterschiedlichen, sich ergänzenden Erfahrungen, spezialisierten Sach- und Rechtskenntnissen bereit, sei das ein großer Gewinn für die Bürger. In deren Sinne fördere das Land die Weiterentwicklung des Bezirks. Die 50 000 Euro seien dabei gut angelegt, schließlich werde dank der Kooperation allein an Personalkosten 167 000 Euro eingespart.

Bisher 300 000 Euro IKZ-Förderung

Am Ende machte Spandau den Bürgermeistern noch Hoffnung auf weitere Zuschüsse, jetzt an den Städteservice Laubach/Lich. Von 150 000 bis 200 000 Euro war die Rede. Geld für eingangs erwähnte neue IKZ-Projekte wie die Digitalisierung der Rathäuser oder das Archivwesen. Übrigens: Bis dato hat der Verband, mit rund 23 000 Einwohnern der größte in Hessen, bereits 300 000 Euro erhalten.

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