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Erstes Ziel des Gruppentreffens des Naturschutzbundes ist die ehemalige Kläranlage in Wetterfeld. Die naturnahe Umgestaltung zeigt bereits erste Erfolge.

NABU gestaltet alte Kläranlage um

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Laubach (pm). Eric Fischer vom Naturschutzbund (NABU) Laubach begrüßte rund 30 Gäste auf der ehemaligen Kläranlage Wetterfeld. Der NABU hat die Anlage seit einiger Zeit gepachtet und gestaltet sie naturnah um. Das Ausbringen von Nisthilfen für die verschiedensten Tierarten, Tränkestellen und die Änderung der Wiesenmahd zeigten bereits Erfolg.

Botanische Artenvielfalt

Eine Herausforderung ist die Umgestaltung eines Klärbeckens zu einem naturnahen Teich. Durch Bepflanzung und Entnahme will man vor allem Nährstoffe aus dem Wasser ziehen. An die 200 Wasserfrösche und der Eisvogel haben den Teich aber bereits angenommen.

Anschließend unternahmen die Teilnehmer eine Exkursion zum "Gülden Berg". Hier wurde ehemals Flachs angebaut, was dem Berg vermutlich den Namen verschafft hat, denn der Flachsanbau war für die Bauern lukrativ. Der Flachsteich, in dem das Material zur Gewinnung der Fasern eingeweicht wurde, liegt zur Zeit trocken.

Der Hügel weist eine botanische Artenvielfalt mit einigen Seltenheiten auf, die Jacob Nolte den Besuchern erläuterte. Diskutiert wurde, wie man ein nährstoffreiches Wiesengrundstück am Fuße des "Gülden Berges" abmagern und so bewirtschaften könne, dass es zur CO2-Speicherung beiträgt.

Nach der Exkursion stand ein Vortrag auf dem Programm. Achim Zedler, Vorstandssprecher des NABU-Kreisverbandes, nahm die Zuhörer mit auf eine Reise nach Israel. Anhand zahlreicher Bilder beschrieb er dieses Land als einen kulturellen und ornithologischen Knotenpunkt Europas. Zedler zeigte Eindrücke von Land und Leuten, aber natürlich auch von der Tierwelt.

Hierbei standen nicht nur in Israel heimische Arten im Fokus, sondern auch die Durchzügler aus den nördlichen Teilen Europas.

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