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Ein Meister seines Faches

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Laubach (pm). Jedes Jahr setzt die Friedenskooperative Grünberg - Laubach -Mücke einen herzerwärmenden Gegenakzent zum aufkommenden Winter. Mit dem "Jazz für den Frieden" leistet man seit Jahren Unterstützung für humanitäre Organisationen. Die 26. Auflage dieser Traditionsveranstaltung findet am Freitag, 15. November, um 20 Uhr im Rathaussaal in Laubach statt (Einlass ab 19.30 Uhr). Wie immer spielt die Laubach Jazz Formation eigene Versionen im Bebop- und Swingstil, diesmal auch wieder in der Besetzung Detmar Hönle (Querflöte), Benjamin Kolloch (Gitarre), Johannes Langenbach (Schlagzeug), Andreas Müller (Klavier), Günter Weißer (Tenorsaxofon) und Michael Will (Kontrabass). Ebenfalls mit von der Partie ist Sängerin Sigrun Bepler, die in der Region regelmäßig mit ihrem Duo-Partner Burkhard Mayer zu hören ist.

Erlös geht an Hilfsorganisationen

Die Band konnte diesmal den in Frankfurt lebenden Saxofonisten Tony Lakatos als Stargast des Abends gewinnen. Der international bekannte und vielseitige Musiker stammt aus einer Familie bekannter Geiger in Budapest, wo er ab dem Alter von sechs Jahren zunächst das Violinspiel erlernte. Mit 15 Jahren begann er Saxofon zu spielen. Während seines Studiums am Bela-Bartók-Konservatorium erfolgten die ersten Auftritte mit eigenen Gruppen.

Nach dem Examen nahm er 1979 in Athen seine erste Platte auf. Seit 1981 lebt Tony Lakatos in Deutschland, wo er insbesondere in der Band von Toto Blanke, aber auch mit Jazz-Größen wie Chris Beier und Milan Svoboda auftrat. Lakatos entwickelte sich zu einem der international angesehensten Saxofonspieler. Seine Discografie umfasst mittlerweile rund 350 LP/CD-Aufnahmen als Bandleader oder Mitspieler.

Seit 1993 lebt Lakatos in Frankfurt; er ist Mitglied und Solist in der Bigband des Hessischen Rundfunks. Er reiste durch ganz Europa, trat wiederholt in den USA, Kanada und Japan auf. Seit einigen Jahren spielt er bei den "Red Hot Hottentots", seit 2017 in der Band "Web Web" mit Roberto Di Gioia, Christian von Kaphengst und Peter Gall.

Bei "Jazz für den Frieden" singt auch der von Roland Becker und Hermann Wilhelmi geleitete Blues-Chor Laubach bekannte Stücke aus Blues, Jazz, Gospel und Swing. Das Ensemble zählt mittlerweile zu den renommierten Laienchören der Region.

Traditionell wird mit "Jazz für den Frieden" die Friedens- und Versöhnungsarbeit in Kriegs- und Krisengebieten - seit dem Jahr 2000 immer wieder auch im eigenen Land - unterstützt. Dieses Jahr ist der Erlös zum einen für "Ärzte ohne Grenzen" bestimmt. Die Organisation ist weltweit in Krisengebieten im Einsatz. Sie trägt dazu bei, medizinische Hilfe für Menschen in Not zu leisten und deren Leid zu lindern, wenn durch Naturkatastrophen oder durch Menschen verursachte Krisen die lokalen Gesundheitsstrukturen nicht mehr greifen.

Die andere Hälfte geht an "Handicap International", eine unabhängige und unparteiische Organisation für internationale Solidarität, die in Armuts-, Ausgrenzungs-, Konflikt- und Katastrophensituationen eingreift. Die Organisation setzt sich für Menschen mit Behinderung und andere besonders Schutzbedürftige ein, für die "aufrecht leben" keine Selbstverständlichkeit ist.

Tickets gibt es im Vorverkauf (12 Euro, für Schüler und Studenten 5 Euro) in der Laubacher Bücherstube. Hörbeispiele von Tony Lakatos unter www.tonylakatos.com.

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