Laubach (Kreis Gießen) will mehrere Millionen Euro in sein Freibad investieren. (Symbolbild)
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Laubach (Kreis Gießen) will mehrere Millionen Euro in sein Freibad investieren. (Symbolbild)

Modernisierung

Neue Sprunganlage und mehr: Laubach investiert 3,5 Millionen Euro in sein Freibad

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Das Freibad in Laubach wird modernisiert. Kosten: 3,5 Millionen Euro, eine Million kommt vom Land. Allerdings dauert es noch, bis die Arbeiten beginnen.

Laubach - Lange hatten Laubachs Politiker mit sich gerungen, hatten Gutachten für verschiedene Varianten in Auftrag gegeben, hatten die jeweiligen Vor- und Nachteile abgewogen. Vor zwei Jahren endlich fiel der Beschluss für eine grundhafte Sanierung des Freibads. Kernpunkt: Statt der alten Fliesen - jedes Jahr für einen vierstelligen Betrag auszubessern - werden Laubachs Wasserratten künftig Edelstahl unter den Füßen haben.

Als erste Rate für die - vor zwei Jahren (!) - mit 3,5 Millionen Euro veranschlagte Freibadsanierung hat das Stadtparlament jüngst 1,95 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. Mehr als genug, um die ersten Leistungsphasen zu finanzieren.

Freibad in Laubach soll 2023 modernisiert sein

Zunächst werde nun die Planung ausgeschrieben, sagte Michael Köppen, Prokurist der städtischen Service und Bäder GmbH, auf GAZ-Anfrage. Genug Zeit bis zum vorgesehenen Baubeginn bleibt: Denn erst nach der Badesaison 2022 soll das sein, erst im darauffolgenden Frühjahr will Laubach mit einem modernisierten Bad locken. Ob am Ende die 3,5 Millionen ausreichen, ob und wenn ja welche Attraktionen (etwa neuer Kleinkinderbereich) oben drauf gepackt werden, bleibt abzuwarten.

Sicher aber ist: Ein knappes Drittel ist jetzt fix finanziert. Vor rund drei Wochen flatterte der beantragte Förderbescheid über eine Million Euro auf den Schreibtisch von Bürgermeister Peter Klug. Das Geld stammt aus dem Programm »SWIM«, mit dem das Land Hessen von 2019 bis 2023 die Modernisierung von Frei- und Hallenbädern unterstützt.

Freibad in Laubach bekommt neue Sprunganlage

»Damit erleichtern wir es den Kommunen, ihre Bäder langfristig zu erhalten. Der Schwimmsport schließlich ist ein zentrales Element der Gesundheitsförderung«, wird dazu Sportminister Peter Beuth in einer Pressemitteilung zitiert. Gerade weil viele Bäder aufgrund der Pandemie unter Einnahmeausfällen litten, unterstütze man die Träger.

Das Bad im Laubacher Felix-Klipstein-Weg weist vor allem Schäden an der Beckenanlage auf. Seit Jahren führten die zu großen, kostenintensiven und ökologisch bedenklichen Wasserverlusten. Erwähnt sei nur die undichte Leitung unter dem Beckenboden - einer von rund 20 Zuläufen zur Filteranlage - die im Vorjahr endlich als Ursache ausgemacht und blindgelegt wurde. In etwa die Hälfte der Millionensumme fließt in die Sanierung des Beckens, das mit einer Edelstahlvollauskleidung versehen wird und eine neue Sprunganlage erhält. Den Rest verschlingen neue Pumpen, Umwälzanlage und Filter. (Thomas Brückner)

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