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Noch Wiese, soll ab 2020 links der Schottener Straße das neue Gerätehaus Laubach (siehe Skizze) gebaut werden.

Land gewährt "Motivationsschub"

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Laubach (tb). Für Isolde Hanak steht fest: Vom Land gewährte Fördersumme in Höhe von 530 000 Euro ist nicht zuletzt Ausdruck einer Wertschätzung für den ehrenamtlichen Dienst der Freiwilligen Feuerwehren. Den Bewilligungsbescheid mit Zweckbestimmung "Gerätehausneubau Laubach" übergab der Ersten Stadträtin am Donnerstagabend Dr. Stefan Heck, Staatssekretär im hessischen Innenministerium.

In Anwesenheit von Mitgliedern des Magistrats und Führungskräften der Feuerwehr unterstrich ebenso Heck die Bedeutung des Ehrenamts für die Sicherheit eines jeden Bürgers. Um diese zu gewährleisten, brauchten auch die Freiwilligen Feuerwehren - die im Übrigen der Gesellschaft immense Kosten ersparten - die angemessene Ausrüstung. "Moderne und funktionelle Gerätehäuser" gehörten dazu. Mit dem Neubau erhalte die FFW Laubach ideale Voraussetzungen für ihre tägliche Arbeit. Heck: "Die Zuwendung soll Anerkennung und zusätzlicher Motivationsschub sein."

Das neue Gerätehaus in der Schottener Straße, taxiert auf 4,5 Millionen Euro, umfasst sieben Garagen, dazu Umkleidebereiche, Schulungs- und Jugendräume, ein Büro, einen Funk- und mehrere Lagerräume, einen Lehrmittelraum, ferner Sanitäranlagen, zwei Werkstätten und eine Notstromeinrichtung.

Der CDU-Politiker verwies im Weiteren darauf, dass in den letzten zwei Jahren allein 3,9 Millionen Euro aus Wiesbaden in den Landkreis Gießen geflossen seien. Das Land habe insgesamt 32 Fahrzeuge und zehn Gerätehäuser gefördert. Fürs laufende Jahr werde Hessen mit über 40 Millionen Euro eine Rekordsumme in Feuerwehrfahrzeuge und -häuser investieren.

Hin und Her mit gutem Ausgang

Ein erklecklicher Anteil von immerhin einer halben Million also kommt Laubach zugute. Der Bauantrag wurde vor drei Wochen bei der Kreisbauaufsicht eingereicht, die der Stadt inzwischen bestätigt hat: "alles vollständig". Von daher rechnet die Verwaltung im September mit der Genehmigung. Parallel dazu werden die Ausschreibungen vorbereitet, sodass zum Jahresende hin die Aufträge vergeben werden könnten. Dann wird sich zeigen, ob die vom Stadtparlament im Vorjahr beschlossene Deckelung auf insgesamt 4,5 Millionen Euro umzusetzen ist. Sofern, nicht zuletzt aufgrund steigender Baupreise, die Grenze überschritten würde, wäre aufs Neue über Einsparmöglichkeiten zu diskutieren; eine Liste des Architekturbüros liegt seit 2017 vor. Baubeginn dürfte 2020 sein, wenn Wiesbaden die erste von drei Raten der Fördersumme überweist.

In etwa zwei Jahren also dürfte für die Kernstadtwehr der Umzug aus der Gerhart-Hauptmann-Straße an den Stadtrand anstehen. Endlich, bedenkt man, dass erste Machbarkeitsstudie (Umbau des vom "TÜV" bemängelten Bestands oder Neubau?) ins Jahr 2013 zurückreicht. Dem zwei Jahre später die Untersuchung möglicher Standorte und die Entscheidung pro Schottener Straße folgte. Worauf die Stadt eine Landeszuwendung beantragte, diese auch bewilligt bekam - um den Förderbescheid doch wieder zurückzugeben: Aufgrund der langwierigen Beratungen der CDU/FW-Mehrheit über die Ausgestaltung des Gerätehauses war die Frist für den Baubeginn nicht einzuhalten.

Die Förderung aber ward 2018 umgehend aufs Neue beantragt und - da "Laubach" im Landkreis wieder auf Platz 1 der Prioritätenliste gelangte - auch bewilligt.

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