Künftig mit Doppelspitze

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Laubach/Grünberg(pm). Eine junge weibliche Doppelspitze führt künftig den Vorstand des Fördervereins für das Beratungszentrum Laubach und Grünberg an. Auf der Jahreshauptversammlung, die kürzlich in der Tagesstätte Laubach stattfand, wurde Saskia Eberwein als 1. Vorsitzende und Jutta Becker als ihre Stellvertreterin gewählt. Damit ist der Fortbestand des Fördervereins und die weitere Unterstützung des Beratungszentrums vorerst gesichert.

128 Mitglieder

Als Kassenwart löst Reinhard Fangmeier die frischgebackene Vorsitzende Saskia Eberwein ab. Die anderen Ämter im Förderverein standen nicht zur Wahl. So bekleiden weiterhin Martina Eberwein und Fritz Rossbach sen (beide Laubach) sowie Reinhard Ewert (Grünberg) das Amt der Beisitzer. Susanne Schimmel (Laubach) bleibt weiterhin Schriftführerin. Der Verein zählt zurzeit 128 Mitglieder.

Der Geschäftsführer des Vereins für psychosoziale Therapie (VPsT), Roland Seifert, rief zur Gedenkminute für den im März verstorbenen Vorstandsvorsitzenden Christian Schimmel auf. Beisitzerin Martina Eberwein übernahm statt seiner den Tätigkeitsbericht des vergangenen Geschäftsjahres. Seifert dankte der scheidenden 2. Vorsitzenden Sybilla Bansen sowie der scheidenden Kassenwartin Saskia Eberwein für deren Engagement. Letztere erläuterte den Kassenbericht vom Geschäftsjahr 2019.

Von neuen Aktivitäten des Beratungszentrums, beispielsweise der Trennungs- und Scheidungsberatung, informierten im Anschluss die Mitarbeiterinnen. Susanne Funck kündigte für 2021 an, dass die Konfliktberatung für Paare inklusive Umgangsrecht mit den gemeinsamen Kindern als zusätzlicher Themenschwerpunkt in das Portfolio des Beratungszentrums mit aufgenommen werde. Das Konzept werde in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Gießen, dem Familiengericht Gießen und anderen Beratungsstellen erarbeitet, sagte Fluck.

Corona, Erziehung und die Folgen

Außerdem berichtete Sibylle Goller über die neue Erziehungsberatungsaußenstelle in Lich in den Räumen des katholischen Gemeindezentrums. Sie wird vom Landkreis Gießen finanziert. Im Anschluss daran wurden die Auswirkungen des Corona-Lockdowns auf Familien im Plenum mehrschichtig diskutiert.

Kinder, die bereits vor Corona mehr Aufmerksamkeit durch ihre Eltern erfuhren, waren vielfach auch während der Krise im Vorteil, hieß es. Nicht selten verbrachten sie mit Vater und Mutter mehr Zeit als vorher und erfuhren somit das Homeoffice ihrer Eltern durchaus positiv. Anders stelle sich dies bei Kindern dar, die in sogenannten Problemfamilien zu Hause sind. Sie profitierten in der Regel auch nicht während der Corona-Krise. Im Gegenteil: Es sei zu vermuten, so lautete die einhellige Meinung der Anwesenden, dass extremere Auswirkungen in Familien unentdeckt geblieben sind, da eine soziale Kontrolle von außen, wie Kindergarten und Schule, während der Krise nicht oder nur eingeschränkt stattgefunden habe.

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