Die Kreuzung der B 276 mit der Kreisstraße Gonterskirchen-Feienseen. Unfälle im Frühjahr forderten hier einen Toten sowie einen Schwerverletzten. FOTO: TB
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Die Kreuzung der B 276 mit der Kreisstraße Gonterskirchen-Feienseen. Unfälle im Frühjahr forderten hier einen Toten sowie einen Schwerverletzten. FOTO: TB

Für Kreisel am "Laubacher Wald"

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Laubach(tb). "Eine gute Lösung wäre das", ist sich der Ortsbeirat Gonterskirchen einig. Gemeint ist ein Kreisel, den Ortsvorsteher Klaus Rühl für die Kreuzung der B 276 mit der Kreisstraße nach Freienseen vorschlägt. Schließlich, so der FW-Politiker gegenüber der Gießener Allgemeinen Zeitung, komme es in dem Bereich unweit des Gasthauses "Laubacher Wald" des Öfteren zu brenzligen Situationen, gerate die Gefahrenstelle seit Jahrzehnten immer wieder mal in Schlagzeilen. Daran änderten auch jüngste erlassene Tempolimits nichts: "Wer hält sich schon dran?" Wobei Rühl hier nicht nur die Biker meint, die die berühmt-berüchtigte Strecke schätzen.

Tiefe Sonne, schlechte Einsicht

In diesem Jahr haben sich an der Kreuzung bislang zwei schwere Unfälle ereignet. Daran erinnert nicht zuletzt ein Kreuz: Am 22. April, ist darauf zu lesen, starb hier ein 58-jähriger Motorradfahrer. Ein Autofahrer hatte ihm die Vorfahrt genommen.

Die Situation auf der Bundesstraße zwischen Laubach und Schotten, so weiter der Ortsvorsteher, sei angesichts der Raser, der tödlichen Unfälle von Bikern samt der Belastung für die Rettungsdienste, aber auch wegen der Folgen für die täglichen Nutzer ständig in der Diskussion. Dabei gehe es darum, Veränderungen auch anzugehen.

Was aber die vom Land propagierte "Sicherheitsoffensive" mit Fokus auf die Biker betrifft, hegt Rühl große Zweifel. Umfasse die doch keine "erkennbaren Einschränkungen". Zudem seien diese Maßnahmen für die "wenigen" Motorradfahrer vorgesehen, die sich nicht an die Regeln hielten. "Wer aber schützt die anderen Verkehrsteilnehmer vor den Gefahren?"

Das Überqueren besagter Kreuzung sei wegen mehrerer Faktoren riskant. Dazu zählten die Sichtverhältnisse (beeinflusst durch Umgebung, tiefe Nachmittagssonne, Vegetation) sowie die oft zu hohe Geschwindigkeit der vorfahrtberechtigten Verkehrsteilnehmer, mithin das späte Erkennen der Fahrzeuge. Angesichts geplanter Maßnahmen wie Begradigung der Kurven hinter Laubach, samt Landenteignung, oder eben der "Sicherheitsoffensive" mit Beeinträchtigungen der täglichen Nutzer stellt Rühl die rhetorische Frage, ob ein Kreisverkehr nicht mehr bringe. Der würde zu einer Beruhigung der Verkehrssituation an der Kreuzung führen - benötigte Fläche sei schon mal vorhanden.

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