Kooperation mit Lich als Alternative?

  • Thomas Brückner
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Laubach(tb). Mittlerweile seit neun Monaten schon steht Laubach ohne Jugendpfleger da. Quasi ein Alleinstellungsmerkmal, zumindest in Bezug auf den Landkreis. Ein Grund: Zum 1. Februar hatte Jochen Bantz, seit 2016 als Sozialkoordinator tätig, seinen Dienst gekündigt, hatte die Kooperation mit dem Verein "TokoLive" als externem Dienstleister geendet. Also stellt sich Laubachs Teenagern und zuvörderst Stadtvätern die Frage: Wann endlich geht es voran?

Erinnert sei zunächst daran, dass bald nach der Vakanz Laubachs SPD den Neustart in puncto Jugendarbeit gefordert hatte. Allerdings sah ihr Antrag vor, dass die Jugendpflegerstelle jetzt an die Stadtverwaltung "angedockt" wird. Dies auch, um der städtischen "Legislative" mehr Einfluss zu gewähren. Über den Antrag vom Frühjahr ist bis heute nicht befunden, wird es wohl auch nicht in der nächsten Stadtverordnetensitzung am 5. November: Die SPD scheiterte in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses mit einem Dringlichkeitsantrag, den Punkt auf die Tagesordnung zu nehmen. Im Fachausschuss sollte eigentlich eine Fachkraft der Kreisverwaltung referieren, die Anfrage aber ward abschlägig beschieden: Wo die Stelle angedockt werde, müsse Laubachs Politik schon selbst beantworten.

So sieht es auch Bürgermeister Peter Klug. Der verweist darauf, dass nach Bantz’ Kündigung die Verwaltung die Ausschreibung der im Etat ausgewiesenen Stelle an einen externen Dienstleister vorbereitet habe, etwa was das Anforderungsprofil betrifft. Mit dem SPD-Antrag aber sei dies gestoppt worden. Hätte man sich doch sonst den Vorwurf eingehandelt, das Parlament zu übergehen. Sofern dieses für den SPD-Antrag stimmen sollte, das machte Klug nun klar, bedürfte es einer weiteren, neuen halben Stelle. Bislang nämlich umfasse Laubachs Verwaltung keine sozialpädagogische Fachkraft, die die fachliche Begleitung und Aufsicht des Jugendpflegers übernehmen könnte. Vorstellen könnte sich der Rathauschef eine interkommunale Kooperation im Rahmen des Verwaltungverbandes: Anders als Laubach habe Lich nicht die Kita-Trägerschaft an einen externen Dienstleister abgegeben, verfüge daher über die notwendige Personalstruktur. Gespräche mit dem Amtskollegen Dr. Neubert freilich habe es dazu noch nicht gegeben.

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