Corona-Kosten

Konkreter Verlust für Stadtkasse bleibt abzuwarten

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Laubach(tb). Dass auch Laubachs Haushalt - dank guter Konjunktur, Steuererhöhungen für die Bürger und des "Rettungsschirms" saniert - durch die Corona-Krise einen neuen Dämpfer abkriegt, ist klar. Das Ausmaß aber bleibt abzuwarten, aktuell zu beziffern sind einzig die rund 70 000 Euro gestundeter Gewerbesteuer.

Wie mit den miesen Aussichten umgehen, bereits jetzt einen Nachtragshaushalt aufs Gleis aufstellen oder vorsorglich den Rotstift bei den Investitionen ansetzen? Fragen, die in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses des Stadtparlaments diskutiert, doch unbeantwortet blieben.

Anlass bot die Beschlussfassung über die Mehrkosten, die auf die Stadt im Zuge des Ausbaus der Ortsdurchfahrt Gonterskirchen zukommen. Unerwartete Mehrbelastung von rund 430 000 Euro wirft - trotz des Ausgleichs durch das Verschieben mehrerer Maßnahmen - die Frage auf: Was kann, was sollte sich die Stadt noch leisten?

FBLL-Sprecher Hofmann erinnerte daher an den Auftrag an die Verwaltung, eine Liste geplanter Bauprojekte vorzulegen. Und fragte auch nach der Summe der pandemiebedingten Mindereinnahmen.

Bürgermeister Klug verwies auf erwähnte 70 000 Euro - Stand heute. Größere Verluste erwartet er bei der Einkommenssteuer. Nur wie hoch, das sei noch nicht zu sagen. "Wir haben keine Glaskugel." Gar nichts mehr zu machen, sei wohl keine Alternative.

Kämmerer Timo Schuhmann wagte unter Hinweis auf regionale Unterschiede ebenso keine Prognose zur Einkommenssteuer. Klar, es gebe neben der Stundung Anträge auf Herabsetzung der Gewerbesteuerbemessung in erheblichem Umgang, oft aber nur auf Teilminderung. Vor allem: Wie hoch das Minus ausfalle, sei erst zu sagen, wenn das Finanzamt die Anträge beschieden habe.

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