Klug: Existenzängste sind unbegründet

  • Thomas Brückner
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Laubach(tb). Die Pläne der Stadt für ein kleines Baugebiet oberhalb der Gießener Straße stoßen auf Kritik. Zunächst bei Familie Schmidt, die um die Zukunft ihres Bauernhofs in direkter Nachbarschaft fürchtet (die GAZ berichtete). Sodann bei den Freien Wählern, die per Dringlichkeitsantrag die Planung stoppen wollen. Mit dem Hinweis, von den FW gesehene "Existenzängste" seien unbegründet, schaltet sich Bürgermeister Peter Klug jetzt in die Debatte ein.

Zunächst erinnert das Mitglied des FW-Landesverbandes an den Mehrheitsbeschluss des Haupt- und Bauausschusses vom Oktober, ein besonders für junge Familien attraktives Baugebiet in zentraler Lage auf den Weg zu bringen. Getragen gewesen sei der Beschluss u. a. durch die Tatsache, dass Laubach nach der "Schottener Straße" keine weiteren Bauflächen mehr generieren könne. Auch sei die Erschließung unproblematisch und kurzfristig umsetzbar.

Bebaubare Grundstücke werden, zitiert Klug den städtischen Leerstandsmanager Michael Köppen, ständig angefragt. Von daher erachte auch Köppen ein kleines Baugebiet mit mindestens neun Parzellen als " gute Option".

Klug stellt im Weiteren klar, dass es auch mit Ende der Dorfentwicklung (IKEK) noch einiges an Zeit brauchen werde, bis Laubach ein Baugebiet im Außenbereich genehmigt bekomme. Deshalb sei man jetzt vom Dringlichkeitsantrag der FW mehr als überrascht.

Mit dem Landwirt habe die Stadt mehrfach Gespräche und Ortstermine durchgeführt und Unterstützung zugesagt. "Bis dahin, dass seine Flächen im späteren Bebauungsplan seinen Wünschen nach entwickelt werden". Die Darstellung der FW, die Verwaltung habe nicht alle zum Tausch angebotenen Grundstücke im Rahmen der Ausschussberatung genannt, müsse er (Klug) zurückweisen. "Es gibt keine neuen Erkenntnisse." Und weiter: "Dass man seine Meinung vielleicht, aus welchen Gründen auch immer, ändert, ist eine Sache, dann aber unrichtigerweise behauptet, die Verwaltung hätte zur Meinungsbildung im HBFA nicht alles vorgelegt, eine andere." In der Vorlage, die vom Magistrat wie dem Haupt- und Bauausschuss beschlossen wurde, seien das Schreiben des Landwirtes über den Tausch, der Entwurf eines Bebauungsplanes sowie die angebotenen Tauschgrundstücke in einer Flurkarte vorhanden gewesen. Ebenso alle für eine Entscheidung nötigen Daten. Vergessen dürfe man aber auch nicht, dass in diesem Verfahren noch weitere Familien und Grundstücke betroffen seien. Diesen werde dann zum Beispiel die Möglichkeit genommen, ein bebaubares Grundstück zu entwickeln. Abschließend zeigt sich Klug gespannt, wie es in der Frage der von allen Parteien geforderten Nachverdichtung jetzt grundsätzlich weitergehe.

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