Bernd Klein
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Kleins Vertrag verlängert

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Laubach/Lich(pm). Das Oberhessische Diakoniezentrum hat den Vertrag mit dem geschäftsführenden Vorstand Bernd Klein vorzeitig um fünf Jahre verlängert. Das teilten Dirk Oßwald und Holger Claes, die Vorsitzenden des Stiftungsrats, am Donnerstag mit. Der Stiftungsrat trifft einem Aufsichtsrat vergleichbar die grundlegenden Entscheidungen des Diakoniezentrums.

Klein war bis Mitte Januar Bürgermeister in Lich und hat danach im Februar seinen Job beim Diakoniezentrum angetreten. "Sein Einstieg verlief bisher aus Sicht des Stiftungsrats wie auch der Führungskräfte und Mitarbeiter sehr positiv", erklären Oßwald und Claes. Deshalb habe der Stiftungsrat den bisherigen Jahresvertrag mit einer langfristigen Perspektive versehen.

Neue Tagespflege im Schwedenviertel

In der Pressemitteilung drücken die Vertreter des Stiftungsrats nochmals ihre Trauer über den plötzlichen und frühen Tod von Kleins Vorgängerin Beatrix von Lüpke vor wenigen Wochen aus. Sie hatte die gemeinnützige Stiftung seit 2016 als Nachfolgerin von Kathrin Wind geführt.

Bernd Klein (53 Jahre) war bis 15. Januar dieses Jahres Bürgermeister der Stadt Lich und hatte am 1. Februar die operative Führung des Oberhessischen Diakoniezentrums (OD) als hauptamtlicher Vorstand zunächst für ein Jahr übernommen. Das OD betreibt drei Seniorenheime in Laubach, Lich und Hungen, betreutes Wohnen in Lich, sechs Kindertagesstätten in Laubach, koordiniert für den Ostkreis die Kindertagespflege, unterhält einen ambulanten Sozialen Dienst mit mobiler Pflege und Essen auf Rädern im gesamten Geschäftsgebiet, betreibt verschiedene Beratungs- und Ehrenamtsdienste sowie das Mehrgenerationenhaus für den Kreis Gießen in Laubach.

Das Diakoniezentrum hat fast 400 Beschäftigte sowie rund 140 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit gut einem Jahr hat der ambulante Pflegedienst sowie das Essen auf Rädern sein Versorgungsgebiet auf das Gebiet der Stadt Grünberg ausgeweitet. Noch in diesem Jahr eröffnet das OD im Schwedenviertel in der Grünberger Kernstadt eine Tagespflege für 15 Senioren und verlagert die Büroräume seines ambulanten Dienstes aus Platzgründen von Laubach dorthin.

Der neue Chef des "Stifts" habe nicht nur in kurzer Zeit ein sehr vertrauensvolles Miteinander mit den Führungskräften und Mitarbeitern aufgebaut, erklärten Oßwald und Claes, sondern sei "erstaunlich schnell in die Themen und Aufgaben hineingewachsen" und habe bereits "wegweisende Projekte" für die kommenden fünf bis zehn Jahre angestoßen. "Schon in Kürze werden wir die ersten wichtigen Ergebnisse davon öffentlich vorstellen können", sagte Klein. Dass er vor seiner Tätigkeit als Vorstand bereits mehrere Jahre als Licher Bürgermeister dem Stiftungsrat angehörte und somit über alle Entwicklungen informiert war, kam ihm in seiner neuen Tätigkeit zugute. Aber auch seine beruflichen Erfahrungen in der Jugend- und Sozialverwaltung der Stadt Gießen oder als Fachbereichsleiter Personal und Service der Kreisverwaltung nutzen ihm und dem OD.

Positiv habe sich die zu Jahresbeginn eingeführte Führungsstruktur entwickelt. Damals hatte man mit Dr. Susanne Egbert die Bereichsleiterin für die Kinder- und Familienarbeit und den ehrenamtlichen Hospizdienst zur Vertreterin des Vorstandes ernannt. Zusammen mit Klein bildet sie die Geschäftsführung. FOTO: TI

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