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Kindertagesstätten

Erzieherin versetzt: Laubacher Kita-Leiterinnen schalten sich ein

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In den Elternprotest gegen die Versetzung einer Erzieherin von der Kita Freienseen nach Ruppertsburg schalten sich Kita-Leiterinnen ein. Sie sind schockiert über die Dimension, die die Versetzung annimmt.

Die Leitungen der Laubacher Kindertagesstätten und die Mehrheit der teils langjährigen Kita-Mitarbeiter des Oberhessischen Diakoniezentrums sind über die Dimensionen schockiert, die die Versetzung einer Kollegin von der Kita Freienseen nach Ruppertsburg annehmen. Deshalb äußern sie sich in einer Presseerklärung, um ihren Standpunkt zu dieser Versetzung kundzutun.

Darin heißt es: "Durch die Mobilmachung einiger Eltern, zweier Mitarbeiter und ehemaliger Mitarbeiter der Waldgruppe Freienseens" zu Versammlungen mit Eltern, der Schule, Ortsvorsteher und Pfarrer sowie einer Demonstration vor dem Rathaus Laubachs sei in den vergangenen Wochen der Eindruck entstanden, dass die Bereichsleitung der Kinder- und Familienarbeit des Oberhessischen Diakoniezentrums, Dr. Susanne Egbert, willkürlich Personal versetze. "Wir garantieren Ihnen, dass dies nicht der Fall ist", heißt es in dem Schreiben. Eine Versetzung sei die letzte Maßnahme, die ergriffen werde, wenn Gespräche, Team- und/oder Einzelsupervision und Teambildungsmaßnahmen keine Veränderung bewirken.

Versetzung vertraglich möglich

Die Kita-Leitungen und Mitarbeiter merken zudem an, "dass jeder Mitarbeiter beim gesamten Oberhessischen Diakoniezentrum angestellt ist und nicht nur in einer bestimmten Einrichtung. Versetzungsmöglichkeiten sind somit bereits bei Einstellung vertraglich festgehalten." Die Entscheidung einer Versetzung sei für alle Betroffenen keine angenehme, "doch wenn alle getroffenen Maßnahmen nicht greifen, müssen Führungskräfte auch unangenehme Entscheidungen treffen und tragen und machen sich damit meist nicht beliebt."

Die Mitarbeiter des Diakoniezentrums seien dankbar, in Egbert eine Führungskraft gefunden zu haben, "die einfühlsam, wohlwollend, wertschätzend ist und sich für den Bereich der Kinder- und Familienarbeit und deren Mitarbeiter einsetzt". Sie sei zudem "klar, transparent und konsequent".

Zum Schutz von Mitarbeitern und aufgrund der Schweigepflicht, dürfen die Leiterinnen nicht über die Hintergründe der Versetzung berichten. Sie könnten zwar nachvollziehen, dass Eltern der Waldgruppe Freienseens über die für sie nur kurz vorher bekannt gewordene Versetzung einer Erzieherin "traurig und wütend" sind. "Doch glauben Sie uns, es war und ist der einzige noch gebliebene Weg. Wir bitten Sie, diese Entscheidung zu akzeptieren und es sollte, bei aller Berechtigung nach angemessener Beteiligung von Eltern, klar sein, dass personelle Entscheidungen nicht von Eltern getroffen werden können."

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