"Kindergärten überall wohnortnah"

  • vonred Redaktion
    schließen

Laubach(pm). Unter der Überschrift "Agenda 26" legt die SPD Laubach ihr Programm für die neue Legislaturperiode vor. Für den Bereich "Soziales - Verwaltung" hat die Arbeitsgruppe u. a. die Forderung formuliert, das Defizit von rund 100 Kita-Plätzen zu beheben. Und das "überall wohnortnah". Bis dahin seien sämtliche wünschenswerten Ausgaben, zu denen die Stadt nicht verpflichtet ist, zu verschieben. Im Einzelnen möchte die AG in Gonterskirchen zwei Ü3-Gruppen eingerichtet sehen und die dann frei werdenden Plätze in Ruppertsburg mit U3-Kindern belegen. Der Kindergarten Lauter sei kaum sanierungsfähig, hier sei mittelfristig ein Neubau nötig. Nicht so schlimm sehe es in Freienseen aus, doch bestehe auch dort großer Sanierungsbedarf. Ein Unding sei, dass es in Münster mit bald 900 Einwohnern keine Kita gebe. Angesichts des Investitionsstaus müssten große Beträge aufgewendet werden. Die Millionenausgabe für den Marktplatz sei daher sehr kritisch zu sehen.

"Die Feuerwehren müssen ohne Wenn und Aber alles Gerät erhalten, was notwendig ist", heißt es weiter in der Pressemitteilung. Denn wie die Kindergärten sei Brandschutz Pflichtaufgabe der Kommune. Die Vereinsförderung sei für Antragsteller oft nicht nachvollziehbar, erfolge diese doch "undurchsichtig" durch die Stadtwaldstiftung. Stattdessen sollten Vereine nach ihrer Mitgliederzahl aus dem städtischen Haushalt gefördert werden, samt Zuschlag für Kinder und Jugendliche. Im Übrigen werde die Stiftung aufgrund des Klimawandels in Bälde den Wald teuer umbauen müssen, keine Gewinne mehr auszahlen können.

Kritik an Arbeit städtischer GmbHs

Das alte Gerätehaus Laubach will die SPD für eine Kindertagesstätte für unter Dreijährige in Kombination mit einem kleinen Bürgerhaus genutzt sehen. Denn für kleinere Kulturveranstaltungen, viele Vereine und Gruppen gebe es immer noch keinen geeigneten Treffpunkt. Gefördert wird ferner ein fester Anlaufpunkt, wo Kinder und Jugendliche Sorgen und Nöte einem Sozialarbeiter vorbringen können. Auch darum beantragt man ein Kinder- und Jugendbüro (gemäß Beschluss des Fachausschusses bis zur Einstellung des neuen Jugendpflegers zurückgestellt, die Red.).

Die interkommunale Zusammenarbeit mit Lich hat sich den Genossen zufolge bewährt. Dagegen arbeiteten die städtischen GmbHs "undurchsichtig" und schleppten einen "bürokratischen Wasserkopf" mit sich herum: Stadträte bildeten die Gesellschafterversammlung, Stadtverordnete mit weiteren Bürgern die Aufsichtsräte. Schließlich gebe es zwei Prokuristen, seien Wirtschaftsprüfer zu bezahlen. Verärgert, so weiter Vorsitzender Roeschen, sei man, dass der Bürgermeister entgegen der Anweisung der Landrätin noch als Geschäftsführer fungiere und nicht den Vorsitz der Aufsichtsräte übernommen habe. Weiter: Die Prokuristen träten auf, wie es gerade passe, mal als Stadt, mal als Leitende Angestellte einer selbstständigen GmbH. "Klarheit sieht anders aus." Daher die Forderung: Bäder, Tourismus- und Kulturbüro, Ruheforst zurück in die eigentliche Stadtverwaltung.

Auch zu den Ergebnissen der Arbeitsgemeinschaft "Soziales - Verwaltung" wird am Ende eine Mitgliederversammlung beraten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare