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Mit einem Löschfahrzeug 20 - hier das Hungener Pendant - rückt bald auch Laubachs Feuerwehr aus. Das kleine Foto zeigt Bürgermeister Klug, Staatssekretär Lösel und SBI Mebus (vorn, v. l.).

"Das ist keineswegs Spielzeug"

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Laubach (tb). Mit einer Rekordsumme von 40 Millionen Euro fördert Hessen dieses Jahr den Brandschutz. Ein Gutteil davon fließt nach Laubach: Nachdem in der Vorwoche bereits Innenstaatssekretär Dr. Stefan Heck 530 000 Euro fürs neue Gerätehaus überbracht hatte, folgte soeben der Kollege aus der Kulturressort, Dr. Manuel Lösel. Er überreichte einen weiteren Förderbescheid von 120 000 Euro, der in diesem Fall für ein neues HLF 20 mit Gesamtkosten von 295 000 Euro bestimmt ist.

120 000 Euro vom Land

HLF steht für Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Normgemäß verfügt das "Arbeitstier" (Ehren-Stadtbrandinspektor Michael Sussmann) über einen 1600 Liter fassenden Löschwassertank, 120 Liter Schaummittel und zwölf Kilo Löschpulver. Seine Kreiselpumpe kann bei einem Ausgangsdruck von zehn bar pro Minute 2000 Liter Wasser fördern. Was das "Arbeitstier" im Weiteren ausmacht, ist die umfangreiche Beladung zur technischen Hilfeleistung, inklusive Seilwinde. Bei der Bescheidübergabe im Rathaus betonte zunächst Lösel den hohen Stellenwert der Feuerwehren: "Sie sind es, die täglich dafür sorgen, dass wir nachts ruhig schlafen können." Allen Aktiven sprach er dafür Dank aus. Und ihnen wie dem neuen Auto alles Gute. Das HLF 20 ersetzt das Vorgängermodell LF 16/12, das nach 25 Jahren seinen Dienst getan hat. Jedoch wird der Nachfolger als dann größtes mobiles Gerät der Großgemeinde erst nächstes Jahr geliefert.

"Das ist keineswegs Spielzeug, sondern gehört zur unabdingbaren Ausstattung", betonte Bürgermeister Klug. Und wandte sich "prophylaktisch" gegen mögliche Kritik. Zwar sei es früher in Laubach "noch schlimmer" gewesen, doch auch heute werde das ehrenamtliche Engagement zu wenig gewürdigt.

Wieder Lösel appellierte in Richtung von SBI Dominik Mebus, jüngst zum Oberbrandmeister befördert, auch bei der Nachwuchswerbung nicht nachzulassen. Wie dieser sagte, seien die Jugendwehren derzeit voll besetzt. Nur: "Probleme gibt es bei der Überführung in die Einsatzabteilung, entwickeln viele in dem Alter doch andere Interessen."

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