Keine Millionen für "gewöhnliches Bad"

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3,9 Mio. Euro kostet es, das Freibad Laubach zu sanieren (die GAZ berichtete). Sollte man es da nicht lieber schließen? Für die CDU Laubach kommt das nicht infrage: "Die Entscheidung, uns für den Erhalt des Freibads als sehr wichtige Freizeit- und Sporteinrichtung stark zu machen, war für uns von Anfang an klar", schreibt die Union. Damit trage man auch der hervorragenden Arbeit von Schwimmbadteam und Förderverein Rechnung.

3,9 Mio. Euro kostet es, das Freibad Laubach zu sanieren (die GAZ berichtete). Sollte man es da nicht lieber schließen? Für die CDU Laubach kommt das nicht infrage: "Die Entscheidung, uns für den Erhalt des Freibads als sehr wichtige Freizeit- und Sporteinrichtung stark zu machen, war für uns von Anfang an klar", schreibt die Union. Damit trage man auch der hervorragenden Arbeit von Schwimmbadteam und Förderverein Rechnung.

Idee der CDU ist es nun, nicht nur in die Sanierung zu investieren, sondern das Freibad mit einem Aqua-Park sowie das Hallenbad mit einer Aqua-Cross-Anlage, einer Art Seilgarten im Wasser, auszustatten. Die Partei möchte nicht Millionen in die Hand nehmen, um am Ende ein modernes, aber eben gewöhnliches Freibad zu haben, das zahlreiche Konkurrenz durch Bäder in der Nachbarschaft hat. Um das Schwimmbad langfristig zu erhalten, bedürfe es stattdessen mehr Attraktivität und mehr Besuchern. Dafür brauche es ein Alleinstellungsmerkmal, das auch Auswärtigen einen guten Grund für einen Besuch liefere. Mit einem Aqua-Park und -Cross-Parcours würde man dafür gleich zwei richtig gute Gründe liefern.

In einem Aqua-Park gibt es diverse aufblasbare Elemente, die zu Parcours zusammengefasst werden können. Bewegungslandschaften – Kletterwälder, Trampolinhallen oder eben Aqua-Parks – erfreuten sich immer größerer Beliebtheit. Weder im Kreis Gießen wie auch im Vogelsberg gebe es bisher eine Anlage in der geplanten Dimension. Für die CDU wäre es daher eine gute Gelegenheit, das Potenzial des Freibads zu nutzen. Der Cross-Parcours wäre gar einzigartig in ganz Hessen. Hierbei handele es sich um zwei parallel verlaufende Bahnen mit Elementen unter, auf und über dem Wasser, nicht unähnlich zu Hochseilgärten. Dabei wird die Anlage unter der Decke angebracht und ist binnen 20 Sekunden einsatzbereit. Dass kein Stammgast Angst haben müsse, nicht mehr in Ruhe seine Bahnen ziehen zu können, das betont die Union. Beide Anlagen könnten so integriert werden, dass reine Schwimmerbahnen weiter vorhanden sind.

Wie wahrscheinlich ist es, dass die Ideen Wirklichkeit werden? Wie es dazu heißt, befinde man sich derzeit in Gesprächen mit den Firmen, lasse Umsetzbarkeit und Kosten prüfen. Erste positive Resonanzen der Ansprechpartner gebe es schon, doch natürlich müsse das Ganze auch wirtschaftlich sein. Nach der Sondierung möchte die CDU mit der Idee an die Stadtverordneten herantreten und auch beim Förderverein dafür werben. Man sehe die Chance, zwei höchst spannende und in der Umgebung einzigartige Attraktionen für einen relativ geringen finanziellen Aufschlag zu den Sanierungskosten zu realisieren, wofür die CDU auch Geld aus der "Hessenkasse" einsetzen möchte.

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