+

Keine Atempause

  • schließen

Meterhohe Kleinholzstapel im Feld nahe Röthges künden davon: Das Groß- projekt "Bahnradweg Hungen-Laubach" kommt weiter voran. Läuft alles nach Plan, wird der 2,8 Kilometer lange Abschnitt von der Gemarkung "Sträuches" bis zum Gewerbegebiet Laubach zum Jahresende fertig sein.

Die Kleinholzstapel übrigens zeugen von den Rodungsarbeiten auf der alten Bahntrasse Laubach-Hungen. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz sind diese bis Ende Februar auszuführen, um nicht das Brutgeschäft der Vögel zu stören.

Die Gesamtkosten des dritten und vorletzten Abschnitts des Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse werden mit 735 000 Euro veranschlagt. Den Förderantrag - bisher gewährte Wiesbaden einen Zuschuss von 75 Prozent - hat die Stadt fristgemäß im Herbst gestellt. Die förderfähigen Kosten (in Abzug gehen vor allem Ausgaben für die Planung) betragen 666 000 Euro, sodass bei der Stadt ein Anteil von 235 000 Euro verbliebe.

Ende 2020 fertig?

"Wir hoffen jetzt auf einen zeitnahen Eingang des Bewilligungsbescheids", sagt Bauamtsmitarbeiter Hans-Peter Wahlen. Um so im Mai die Arbeiten vergeben zu können. Nicht so einfach in diesen Zeiten, da die Auftragsbücher der Baufirmen grundsätzlich und erst recht im Sommer übervoll sind. Sofern es aber klappt, könnte der seit 1997 verwaiste Bahndamm Ende 2020 zum asphaltierten Radweg geworden sein.

Die gerade für den Tourismus bedeutsame Verbindung führte dann durchgängig von Hungen über Villingen, Wetterfeld bis ins Gewerbegebiet Laubach (Höhe Firma Winter), und von dort weiter bis zum Gasthaus "Laubacher Wald".

Dann fehlt nurmehr der letzte Abschnitt bis Freienseen. Der erste Spatenstich dürfte hier jedoch erst 2022 erfolgen, laufen doch noch die Gespräche der Stadt, die sich weiter und gar neue Hoffnung auf die Nutzung der zweiten Röhre des Eisenbahntunnels oberhalb von Freienseen macht.

Ist das auf bald drei Millionen Euro geschätzte Projekt "Bahnradweg" auf Laubacher Gemarkung erstmal abgeschlossen, fehlt nicht mehr viel für das Endziel einer Anbindung an den "Vulkanradweg". Dass dafür aber auch die Nachbarn in Grünberg und Mücke weitere Beiträge leisten müssen, das hatte Laubachs Bürgermeister Peter Klug vor Längerem bereits klargestellt.

tb, kme/FOTO: KME

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare