Keine Anbindung an die Stadt

  • Thomas Brückner
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Laubach(tb). Beschlossen, aber nicht im Sinne der SPD: Laubachs Stadtverordnete haben am Donnerstag den Magistrat beauftragt, die seit Februar vakante Stelle des Sozialkoordinators/Jugendpflegers neu auszuschreiben. Wie bisher wird dafür ein externer Dienstleister gesucht, wird die Fachkraft nicht - wie von den Sozial- demokraten gewünscht (die GAZ berichtete) - bei der Stadt angedockt.

Harald Mohr hatte namens seiner Fraktion die Aufnahme des Dringlichkeitsantrags auf die Tagesordnung begründet. Bereits seit Juni im Geschäftsgang, so Mohr, sei die Vorlage bisher nicht behandelt worden. Mal weil das Plenum sein Pensum nicht schaffte, mal weil es bei der Sozialausschuss-Sitzung "vermutlich vergessen wurde", mal weil die Mehrheit im Hauptausschuss keine Dringlichkeit sah. Nicht so dieses Mal.

Wie SPD-Sprecher Hartmut Roeschen in der Debatte aufs Neue kritisierte, liege die Jugendarbeit in Laubach viel zu lange brach. Um den parlamentarischen Gremien einen besseren "Zugriff", mehr Einfluss zu gewähren, deshalb fordere man die Anbindung der Stelle an die Stadt. Das Gegenargument des Bürgermeisters, wonach es bei dieser Konstruktion einer weiteren halben Stelle für die pädagogische Fachaufsicht bedürfe, ließ er nicht gelten. Roeschen sah hier ein weiteres Feld der Zusammenarbeit mit Lich, das die Jugendarbeit nicht nach außen vergeben habe.

Im Prinzip machbar, aber mit einer erhöhten Stundenzahl der Fachkraft und Kosten verbunden, meinte dazu Rathauschef Peter Klug. Seit über 20 Jahren fahre Laubach mit externem Dienstleister gut, so sollte es bleiben. Dass die lange Vakanz nicht in Verantwortung der Verwaltung liege, die Ausschreibung der etatisierten Stelle im Frühjahr gestoppt wurde, um dem Stadtparlament nicht vorzugreifen, fügte er an. Dirk Oßwald (FW) unterstützte dies, zumal mit einem Interessenbekundungsverfahren, adressiert an freien Träger, die Vakanz schneller passé sein werde. Eine Änderung des SPD-Antrags, den die FW/CDU-Mehrheit schließlich gegen die Opposition durchsetzte.

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