Kein Baugebiet "Heidstraße"

  • schließen

Laubach(tb/pm). Sein Bedauern über das Scheitern des Baugebiets "Heidstraße" in Münster bringt Ortsvorsteher Klaus Dieter Schmitt in einer Presseerklärung zum Ausdruck. Wie Bürgermeister Klug auf Nachfrage bestätigte, seien die Grundstücksverhandlungen an den zu hohen Forderungen des Eigners gescheitert, weitere Gespräche nicht vorgesehen. Was den Rückzug der Magistratsvorlage auf Aufstellung eines Bebauungsplans aus dem Geschäftsgang des Stadtparlaments erklärt.

Ortsvorsteher ist enttäuscht

Wie Schmitt schreibt, sei es durch den Einsatz Klugs, des städtischem Bauamts und von ihm im Laufe des Jahres 2019 gelungen, hohe Hürden für die Aufstellung des Bebauungsplanes zu nehmen, um so den einstimmigen Ortsbeiratsbeschluss für das Baugebiet mit seinen drei Parzellen umzusetzen. Wegen des IKEK-Programms habe es einer Ausnahmegenehmigung des Amtes für den ländlichen Raum bedurft; mit intensiven Gesprächen und Darlegung des Bedarfs habe man diese bekommen. Nach dem Ja des Bauausschusses sei am 7. November mit dem Aufstellungsbeschluss des Stadtparlament zu rechnen gewesen. Leider aber sei man an der letzten Hürde, um Bauplätze für junge Familien zu schaffen, gescheitert. "Ein Eigentümer einer größeren Fläche ist nicht bereit, sein Ackerland für einen ortsüblichen Preis an die Stadt zu verkaufen."

Die Forderungen stünden in keinem Verhältnis dazu, was bisher für Bauland gezahlt worden sei, sie seien "absolut unangemessen". Dass die Stadt darauf nicht eingehe, sei durchaus nachvollziehbar. Durch "subjektive Interessen", so Schmitt, werde erneut ein Baugebiet in Münster verhindert.

Als Ortsvorsteher, der sich für das Baugebiet maßgeblich eingesetzt habe, sei er über ein solches Verhalten zutiefst enttäuscht. "Hier steht der Eigennutz wieder mal vor dem allgemeinen und sozialen Nutzen für eine Dorfgemeinschaft."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare