Jäger und Revierförster zufrieden

  • vonred Redaktion
    schließen

Laubach(pm). Wegen der Corona-Beschränkungen den Hessenbrückenhammer als Versammlungsort zu bestimmen, war eine gute Entscheidung. Die verschobene Genossenschaftsversammlung der Jagdgenossen aus Laubach für das Jagdjahr 2019/2020 wurde von Jagdvorsteher Reinhard Schmidt geleitet.

Im Wald wurde wie im Vorjahr im März eine Revierbegehung mit Revierförster Imhof durchgeführt. Die Schäden durch Dürre und Schädlinge sowie Pilzbefall sind weiter dramatisch. Neben Fichten, Eschen und Ahorn sind verstärkt Buchen betroffen. Weiterhin ist eine intensive Bejagung von Reh- und Rotwild erforderlich. Unmut löste ein Presseartikel der Stadtwaldstiftung aus, der den Jägern einen Großteil der Schäden beziehungsweise zukünftiger Vermögensverluste anlastet, weil zu wenig geschossen würde. Sie fühlen sich zu Unrecht angegriffen, auch lösten die Forderungen nach der Bildung von Eigenjagdbezirken Irritationen aus. Bürgermeister Peter Klug, der gleichzeitig Vorsitzender der Stadtwaldstiftung ist, bat um Verständnis für die Äußerungen des Kuratoriums, das damit seiner Verantwortung gerecht werden wolle. Pächter Albert Kraak wies darauf hin, dass eine Schadensbegrenzung in Bezug auf das vermehrt auftretende Rotwild wegen der bestehenden Abschussregeln eingeschränkt ist. Klug bot an, gemeinsam bei der Unteren Jagdbehörde auf eine Verbesserung hinzuwirken.

Erstmalig war über die Ereignisse in den zwei neugebildeten Jagdbögen zu berichten: Für den Pächter des Jagdbogens Nord, Gerrit Jan van Dam, war das vergangene Jahr erfolgreich. Dies spiegelt sich in der Streckenliste wieder: Bei den Rehen wurde der Planwert von 40 Stück genau erreicht. Bei den Sauen waren es beachtliche 50 Stück. Diese Erfolge machen andererseits immer größere Anstrengungen bei der Verwertung des Wildfleisches erforderlich.

Sollwert übertroffen

Beim übrigen Wild machten die Waschbären mit 31 Stück den größten Teil aus, dabei wurden 15 in Fallen gefangen. Weiter waren 13 Füchse und vier Dachse zu vermerken. Diesmal war auch ein Schmaltier beim Rotwild dabei.

Beim Jagdbogen Süd ist Jagdpächter Kraak mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Streckenliste ergab beim Rehwild 56 Stück, inklusive zehn Stück Fallwild. Der Sollwert von 47 wurde übertroffen. Das Schwarzwild lag bei 67 Stück. Beim Niederwild wiesen die Füchse mit 26 Stück den höchsten Wert auf, gefolgt vom Waschbär (14) und neun Dachsen. Hier wurden beim Rotwild sieben Stück erlegt, davon fünf Hirsche. In diesem Jahr hat man bei den Rehböcken das Ziel schon erreicht. Zu einem Problem könnten die Einreisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie werden, was die Abschussziele gefährde. Aber noch sind die niederländischen Jagdgäste bereit zu kommen.

Der Kassenbericht der Rechnerin Uta Roth weist im Jahresergebnis einen geringen Bestandsrückgang auf. Die Kasse wurde vom Genossenschaftsausschuss geprüft. Es ergaben sich keine Beanstandungen. Auf Antrag von Günter Haas wurde der Vorstand entlastet.

Beschlossen wurde der Kauf von Hundekotbeuteln und Blühsamen. Mit den Hundekotbeuteln will die Jagdgenossenschaft den Ortsbauernverband unterstützen, der Spenderboxen im Außenbereich aufgestellt hat.

Irene Kretschmer, Dagmar Luckert und Günter Haas wurden wieder in den Ausschuss gewählt. Beim Jagdvorstand trat Friedel Lotz als Beisitzer nicht mehr an. An seiner Stelle wurde Markus Franz gewählt. Jagdvorsteher Reinhard Schmidt, Vertreter Peter Klug, Kassenwartin Uta Roth und Schriftführer Hans Gerd Diehl wurden im Amt bestätigt. Der Jagdvorsteher bedankte sich bei Friedel Lotz für seine langjährige Mitarbeit und überreichte ein Präsent.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare