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aus der päpstlichen Wohnung wurde von "Vatikan-TV" nach Laubach übertragen. FOTO: DUN

Interview mit der Maus

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Laubach(dun). "Er hat dich nicht verdient, nimm mich!" Mit dieser musikalischen Liebesbotschaft an Christina Sciancalepore eröffnete Moderator Roland Ahlke am Samstag und Sonntag die Faschingsveranstaltungen der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Elisabeth. 140 Gäste verfolgten die beiden Sitzungen in dem von Matthias und Marion Schwalb geschmückten Gemeindezentrum. Ahlke und Sciancalepore sorgten mit ihrem Playback-Schlagerauftritt für reichlich Stimmung. Die nutzte Ahlke dann, um im Jahresrückblick frech-fröhlich auszuteilen gegen allerlei Obrigkeiten. Dass die Laubacher Politik nahezu verschont blieb, hatte sie der "Kündigung" von Pfarrer Wunderle zu verdanken, die das beherrschende Thema in Ahlkes Protokoll werden sollte.

Der Bühnenbeitrag von Robert Pietryga und Max Mückstein war eigentlich gar keiner: Sie veröffentlichten einfach ihren (tatsächlich so geführten) WhatsApp-Chat darüber, was sie sich denn bei Kirchenfasching für einen Auftritt überlegen wollen. Die einzelnen Chat-Nachrichten hatten sie im Original-Wortlaut (mit allen Rechtsschreibfehlern, typischen Missverständnissen und Ablenkungen) auf große Schriftblätter geschrieben und lautlos nacheinander zur großen Freude des Publikums aufgelegt.

"Alles Banane, oder was?", fragten sich Ivonne Kolassa und Peter Balß. Als Arbeiter in einem Großregallager mussten sie mit ihrer neuen (virtuellen) Chefin Alexa und deren künstlicher Intelligenz auskommen. Am Ende ignorierten sie sie lieber und legten tänzerisch flotten Rock’n’Roll auf das Parkett.

Manches Geheimnis gelüftet

Die Jugendlichen der Kirchengemeinde (Caroline Beierle, Felix Mückstein, Felix Schwarz, Alina Schwab, Lukas Sames, Luna-Sophie Reitz und Kay-Leonard Reitz) schafften es dagegen in Rekordzeit, in ihrem "Jesus-Musical" die ganze Lebensgeschichte des göttlichen Sohns mit allen wichtigen Stationen komprimiert in zehn Minuten zu spielen, singen und tanzen.

Dr. Karl Vörckel baute eine Live-Schaltung nach Rom auf und interviewte die Maus aus der päpstlichen Wohnung. Mit Ennio Morricones berühmtem Mundharmonikastück zum Film "Spiel mir das Lied vom Tod" startete das Damenballett seinen Auftritt. Was danach folgte, war Stimmung im besten Western-Style: Magdalene Ahlke, Yvonne Kolassa, Danuta Pielka, Marion Schwalb (verantwortlich für Idee und Umsetzung), Christina Sciancalepore, Sabine Straka und Rosi Walter tanzten im Wildwest-Outfit zu bekannten Country-Liedern wie "Cotton Eye Joe". Tanja Mohr, die "beste Gemeindereferentin im Bistum Mainz" (Moderator Ahlke) stellte in ihrer Büttenrede - perfekt in Mimik und Rhetorik - klar: "Deshalb sag ich es heute ganz kess: Urlaub machen, das ist Stress."

Den finalen Höhepunkt des dreistündigen Programms setzte das Männerballett mit Markus Frank, Lukas Sames, Kay-Leonard Reitz, Andreas Beierle, Max und Felix Mückstein, Raphael Leja, Robert Pietryga, Bernd und Felix Schwarz, Roland Ahlke und Pfarrer Clemens Matthias Wunderle. Unter Leitung von Caroline Beierle und Luna-Sophie Reitz gingen die "Herren der Schöpfung" auf Wallfahrt ins bayrische Altötting. In entsprechender Kleidung imitierten sie zur Freude des Publikums real existierende Gemeindemitglieder und lüfteten dabei so manches Geheimnis über den tatsächlichen Ablauf der jährlichen Wallfahrten. Nur einer brauchte sich nicht zu verkleiden und freute sich über einen lang gehegten Wunsch: Pfarrer Clemens Matthias Wunderle durfte im Tanz endlich mal einen echten Pfarrer spielen.

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