So wie hier im Mai 2019 wird die Freiwillige Feuerwehr Laubach regelmäßig zu schweren oder sogar tödlichen Motorradunfällen gerufen. ARCHIVFOTO: LBH
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So wie hier im Mai 2019 wird die Freiwillige Feuerwehr Laubach regelmäßig zu schweren oder sogar tödlichen Motorradunfällen gerufen. ARCHIVFOTO: LBH

Immer wieder Einsätze auf der B 276

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Laubach (pm). Auf gleich zwei Einsatzjahre blickte Wehrführer Andreas Heuser nun auf der Jahreshauptversammlung der Laubacher Feuerwehr zurück. Seit Jahren bilden die Kernstadt und Lauter eine Einsatzabteilung mit zwei Standorten. Diese rückte 2019 zu 124 Einsätzen, davon 25 Brände und 65 Hilfeleistungen, aus. »Bei diesen Einsätzen konnten wir insgesamt 23 verletzten Personen helfen, für vier Personen kam leider jede Hilfe zu spät«, sagte Heuser.

Besonders der 1. Mai 2019 blieb im Gedächtnis. Während der bei bestem Wetter sehr gut besuchten Maifeier am Feuerwehrhaus wurde die Wehr zweimal zu Verkehrsunfällen mit Motorradfahrern auf die B 276 Richtung Schotten alarmiert. Ein Motorradfahrer erlag trotz größter Bemühungen der Ersthelfer noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Belastend war auch ein Einsatz im September, als ein Motorradfahrer bei einem Unfall unter einem Transporter eingeklemmt wurde und verstarb. Insgesamt waren die Wehrleute 2019 14 mal auf der B 276 zur Unterstützung des Rettungsdienstes im Einsatz. »An fast jedem Wochenende in den Sommermonaten musste ein oder mehrere Male verunfallten Motorradfahrern geholfen werden.«

2020 konnte sich Lauter über ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-Wasser freuen, welches gleich am ersten Tag zu einem Einsatz ausrückte. Meilenstein war der Beschluss der Stadtverordneten für den Neubau des Feuerwehrhauses. Die Freude währte nur kurz - denn dann kam die Pandemie und stoppte den Übungsbetrieb.

Drei Großbrände

88 Einsätze standen im Coronajahr an, davon drei Groß- und ein Mittelbrand. 48 Hilfeleistungen wurden verzeichnet. Drei verletzten Personen konnte geholfen werden, für vier Personen kam jede Hilfe zu spät. »Auch hier war die B 276 wieder der Unfallschwerpunkt«, sagte der Wehrführer. Zum Jahresende zählte die Feuerwehr 56 Aktive, ein kleines Plus.

Stadtbrandinspektor Dominik Mebus, seit nun zwei Jahren im Amt, Stadtrat Björn Erik Ruppel und Bürgermeister Matthias Meyer überbrachten den Dank der Stadt.

Auf 25 Mitglieder wuchs die Jugendfeuerwehr, berichte Jugendwart Simon Schmadel. Was 2019 noch Alltag war, etwa Ausfüge, Übungsbetrieb oder die Teilnahme an der Leistungsspanne, war 2020 großteils nicht denkbar. In der Minifeuerwehr waren 2020 laut Wehrführer Häuser 21 Kinder. Die Kinder wurden an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt und über die Gefahren von Feuer aufgeklärt. Beim Lichterfest 2019 bauten die Minis zusammen mit der Jugendfeuerwehr ein Lichtermotiv auf, zudem waren sie beim Kreisfeuerwehrtag in Nonnenroth mit dabei.

Für die 15 Mitglieder starke Alters- und Ehrenabteilung berichtete Michael Sussmann, dass die regelmäßigen, monatlichen Treffen in den letzten beiden Jahren nur schwer möglich waren. Die Gulaschkanone wurde bei Festen wie dem Partnerschaftstreffen der Stadt Laubach betrieben.

Lukas Schips und Maximilian Kröll wurden zum Feuerwehrmann und André Sussmann zum Hauptlöschmeister befördert.

Für den aktuell wieder 23-köpfigen Musikzug berichtete Hans Gerd Reitz von 16 öffentlichen Auftritten 2019, im Pandemiejahr dann nur noch zwei.

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