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Die weitere Entscheidung über freien Badeintritt liegt nun bei der Kultur und Bäder GmbH.

Hoffnung für junge Schwimmer

  • VonConstantin Hoppe
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Laubach (con). Dürfen Laubacher Kinder und Jugendliche bald kostenlos ins Freibad? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Dienstagabend der Haupt- Bau -, Finanz- und Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung. Daneben gab es zahlreiche weitere Themen: Insgesamt 24 Tagesordnungspunkte waren zu bewältigen.

Neue Richtlinien für Kapitalanlagen

Die Frage nach dem kostenlosen Badbesuch wurde durch einen Antrag der SPD aufgeworfen: »Kinder und Jugendliche mussten in den letzten anderthalb Jahren viel zurückstecken - jetzt wird es Zeit, dass wir ihnen auch schönere Dinge ermöglichen«, begründete der Vorsitzende der SPD-Fraktion Hartmut Roeschen den Antrag. Der dadurch für die Kommune entstehende finanzieller Aufwand sei überschaubar: »Schätzungsweise zwischen 2300 und 6000 Euro würde das die Stadt kosten«, berichtete auch Bürgermeister Matthias Meyer (SPD). Dieser Betrag könnte niedriger ausfallen, da durchaus positive Sekundäreffekte denkbar seien: Kinder könnten dann auch häufiger in Begleitung ihrer Eltern das Freibad besuchen.

Angedacht ist in dem Antrag ein freier Eintritt bis zum Alter von 14 Jahren. Mit dem Antrag wird der Magistrat beauftragt, in entsprechende Verhandlungen mit der Laubacher Kultur und Bäder GmbH einzutreten; diese hat letztlich das Bestimmungsrecht über die Eintrittspreise. Daneben soll geprüft werden, ob es aus dem bislang nur für die aktuelle Saison geltenden Antrag, auch eine dauerhafte Regel werden könnte. Der Antrag erhielt einstimmigen Zuspruch.

Daneben stand die Frage im Raum, wie die Stadt in Zukunft ihre Geldanlagen tätigen wird: Durch neue Richtlinien sollen diese in Zukunft sicherer gestaltet werden. Zur Diskussion stand ein Antrag der Grünen-Fraktion: Demnach sollen zukünftige Kapitalanlagen nur bei solchen Unternehmen und Banken erfolgen, die weder Kinderarbeit, Militärwaffenherstellung oder -vertrieb, Atom- oder klimaschädliche Energie und Schiefergasgewinnung (»Fracking«) finanzieren. Neben den Ratings sollen auch diese Kriterien bei der Kreditvergabe der Banken geprüft werden. Bei sechs Ja-Stimmen und vier Enthaltungen erhielt auch der Antrag der Grünen-Fraktion den Zuspruch des Ausschuss.

Eine gute Nachricht hatte Bürgermeister Meyer im Hinblick auf die Wasserversorgung zu verkünden: Seit Donnerstag der Vorwoche ist die Chlorung des Wassers in Laubach vorerst beendet. Allerdings konnte die Ursache für die zugrundeliegende Eintrübung des Trinkwassers bislang nicht gefunden werden. Sollte das Problem erneut auftreten, muss erneut gechlort werden (Bericht folgt). ARCHIVFOTO: PM

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