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Wanderwege wie der »Weg der Poesie« gehören zu den touristischen Standortfaktoren, die die CDU stärken will.

Heimatstadt weiterentwickeln

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Laubach (pm). Der CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Erik Ruppel weist in einer Pressemitteilung wie schon in seinem Beitrag zu den Haushaltsberatungen in der Stadtverordnetenversammlung auf die Bedeutung der überparteilichen Zusammenarbeit hin. Bei allem politisch notwendigen Diskurs über Sachthemen solle doch der gemeinsame Wille, »unsere Heimatstadt weiterzuentwickeln«, im Vordergrund stehen, so der Fraktionschef.

Für parteipolitisches Gerangel und gegenseitige Schuldzuweisungen fehle jegliches Verständnis.

Sowohl im vergangenen Bürgermeisterwahlkampf als auch anlässlich der am Sonntag stattfindenden Kommunalwahl habe die CDU für sich und ihre Ziele geworben - und nicht gegen andere. Der Wille zum sachorientierten Handeln präge die CDU, sagte Erste Stadträtin Isolde Hanak.

In Videokonferenz Themen besprochen

In einer Videokonferenz der Kandidaten zur Kommunalwahl wurden diverse Themen erörtert. »Wir stehen für sachorientierte Politik, wir sagen klar, wozu wir stehen und haben in den vergangenen Jahren unsere Kompromissbereitschaft zum Wohle der Sache für Laubach bewiesen«, sagte CDU-Vorsitzender Siegbert Maikranz.

Ein für die CDU wichtiges Thema der kommenden Legislaturperiode sei die Ausweisung von Bauplätzen in Kernstadt und Ortsteilen. Es sei geboten, Einheimischen die Möglichkeit zu bieten, hier zu bleiben und gleichzeitig Neubürger zu gewinnen.

Dabei müssten ökologische Aspekte berücksichtigt werden. »Eingriffe in die Natur müssen, anders als kürzlich vom Bürgermeister praktiziert, vorab abgestimmt und unter angemessenem Ausgleich stattfinden«, so Maikranz. Unter diesem Aspekt hatte die Stadtverordnetenversammlung auf CDU-Antrag jüngst die Baulandausweisung in der Gießener Straße zurückgenommen, um den Erhalt eines landwirtschaftlichen Betriebes zu sichern.

Der Freienseener Uwe Beyer benannte Ausbeutung und Handel mit Grundwasser in der gesamten Vogelsbergregion als weiteres Thema, ebenso die in der Folge entstehenden massiven Eingriffe in Flora und Fauna und deren nachhaltige Schädigung (Waldsterben). Ein besonderes Interesse sollte auf Artenschutz, Insektenschutz sowie Gewässerschutz im Allgemeinen liegen. Die Verteilung von Grundwasser aus dem Vogelsberg sei nicht fair. Die Idee einer Wasserregulierung sei nicht grundsätzlich von der Hand zu weisen, sollte jedoch für alle Verbrauchsgebiete in Hessen gleichermaßen gelten. Des Weiteren sollte eine stärkere Einbindung regionaler Gremien bei Renaturierungsmaßnahmen oder der Erschließung neuer Baugebiete erfolgen.

Zur Vereinsförderung erklärte Hans Georg Bernklau, »die Vereine halten unsere Lebensqualität am Laufen. Ohne sie wären wir um einiges ärmer«. Zudem will sich die CDU der Barierrefreiheit in allen Teilen der Stadt annehmen. Diese sei im Interesse insbesondere der älteren Generation und müsse mehr Beachtung finden, erklärte Friedrich Kröll.

Wichtig sei auch die Unterstützung der ehrenamtlichen Brandschützer. Es sei Aufgabe der Kommunalpolitik, die heimischen Feuerwehren auch bei der Anwerbung neuer Freiwilliger zu unterstützen, so Karsten Jünger.

Christine Diepolder, ehrenamtliche Kulturdezernentin, wies auf die Bedeutung der Kultur und Freizeitmöglichkeiten in Laubach hin. »Rad- und Wanderwege sowie kulturelle Veranstaltungen sind ein Standortfaktor, den wir uns und unseren Gästen weiter bieten müssen«.

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