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Klaus-Peter Wolf mit seiner Frau Bettina Göschl beim Signieren.

Hausbesuche von Dr. Sommerfeldt

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Laubach (dis). Er stürmt seit ein paar Jahren die Bestseller-Listen - aktuell steht "Todesspiel im Hafen" ganz oben in der Gunst der Krimifans. Mit seinen in Ostfriesland verorteten Romanen ist Klaus-Peter Wolf mittlerweile einem Millionen-Publikum bekannt. Einmal mehr bereicherte er mit einer Lesung am Sonntag in Laubach das Gießener Krimi-Festival. Das ist ein Tatort, an den er immer wieder gerne zurückkehrt, bekennt der Autor sehr zur Freude des Festival-Organisators Uwe Lischper. Denn bei der Veranstaltungsreihe in Gießen und Umgebung hat Wolf schon gelesen, als er längst noch nicht so bekannt war.

"Todesspiel im Hafen" ist der dritte Band einer Trilogie, Protagonist ist Dr. Bernhard Sommerfeldt, ein Serienkiller. Das Besondere daran: Wolf schreibt durchgehend aus der Perspektive dieses mordenden Arztes; sieht die Welt durch dessen Augen.. "Mein Agent sagt mir, ich solle nicht mehr von einer Trilogie sprechen", verrät Klaus-Peter Wolf den bald 200 Gästen der Matinee im Laubacher Rathaussaal. Denn für den Verlag ist vorstellbar, dass Sommerfeldt weiter "behandelt". "Wenn das Kind zum dritten Mal die Treppe runtergefallen ist und die Mama in der Praxis erneut mit einem blauen Auge auftaucht, dann macht er auch Hausbesuche", witzelt ein gut gelaunter Wolf. "Und das auch nachts. Manchmal steigt er sogar durchs Fenster ein und klingelt nicht an der Tür, um das Kind nicht zu wecken…"

Eigentlich war Sommerfeldt eine "Nebenrolle" in den populären Ostfriesenkrimis um die Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen, doch Klaus-Peter Wolff entdeckte darin großes Potenzial. Und so verspricht er, dass es kein Abschied für immer wird: "Die Figur ist noch lange nicht auserzählt, hat noch einiges Potenzial". So wird es schon im Februar 2020, wenn der 14. Ostfrieslandkrimi unter dem Titel "Ostfriesenhölle" auf den Markt kommen wird, ein Wiedersehen mit Dr. Bernhard Sommerfeldt geben. - Es gibt nicht viele Autoren im Land, deren Neuerscheinungen die Fans so sehr entgegenfiebern. "Todesspiel im Hafen" erschien in einer Erstauflage von 200 000 Exemplaren und erlebt inzwischen die zweite Auflage. Mit "Ostfriesennacht", "Todesspiel im Hafen" und dem Bildband "Mein Ostfriesland" waren zeitweise drei Bücher von Klaus-Peter Wolf in den Top Ten vertreten. Inzwischen sind seine Bücher weltweit 11 Millionen Mal verkauft worden.

Bereits vor der Lesung signierte er seine am Stand der Laubacher Bücherstube erworbenen Bücher zusammen mit seiner Frau Bettina Göschl, einer gelernten Erzieherin, die mit Wolf zusammen seit Jahren Kinderbücher schreibt. Sie bereicherte die Matinee mit ihren Liedern.

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