UNB zum Singalumnat:

Gutachten bereits 2019 angemahnt

  • Thomas Brückner
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Laubach(tb). "Hätte man im Frühjahr 2019 unseren Antrag auf Erstellung eines Umweltgutachtens nicht abgelehnt, wäre das abgearbeitet, gäbe es jetzt keine Verzögerung." Grünen-Sprecher Köhler griff damit in der HFA-Sitzung den Baustopp am alten Singalumnat auf.

Wie berichtet, hat der Kreis zunächst ein Artenschutzgutachten verlangt. Auf Nachfrage konkretisierte dieser nun seine Forderung. Eine vertiefende Untersuchung muss demzufolge die im Eingriffsraum lebenden relevanten Tier- und Pflanzenarten erfassen. Sowohl was das Individuum selbst, als auch was seine Entwicklungsformen, Fortpflanzungs- und Ruhestätten betrifft. Alle Hinweise "auf streng geschützte Arten im ungünstigen Erhaltungszustand" seien also zu erfassen. Neben Vögeln könnten dies vor allem Haselmäuse und Reptilien sein. Grundlage sei hier der "Leitfaden für die artenschutzrechtliche Prüfung in Hessen".

Dass die Untere Naturschutzbehörde beim Kreis bereits im November 2019 - im Zuge derBauleitplanung - auf fehlende Untersuchungen im Außenbereich hingewiesen habe, wird zur Frage nach einer Verzögerung des Projekts angemerkt. Und in diesem Zusammenhang bestätigt, nötige Erhebung vor allem von Reptilien und Haselmäusen sei in dieser Jahreszeit nicht machbar.

"Faktisch nicht möglich" sei ein Abriss ohne Beeinträchtigung der außenliegenden Bereiche. Bei einem möglichen Vorkommen von Haselmäusen und Reptilien stelle schon die Verdichtung des Bodens durch das Befahren mit schwerem Gefährt einen Verstoß gegen den Artenschutz dar, da die Tiere hier überwinterten.

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