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Der KVL-Shantychor schmettert "Wir lagen vor Madagaskar", die "Doof Nuss" (rechts) erzählt von ihren Erlebnissen als neuer Dorfpolizist. FOTOS: FP

"MS Greta" ankert am Wetterstrand

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Laubach(fp). Rund 800 Gäste in der voll besetzten Sport- und Kulturhalle checkten am Samstagabend zur "närrischen Kreuzfahrt" des Karnevalvereins Laubach (KVL) ein. Sie erlebten bei der Prunksitzung eine Reise auf hoher See mit einem anspruchsvollen Programm, das eine bunte Mischung aus Tänzen, Reden und Musik bot. Schauspielerische Glanzleistungen fehlten dabei ebenso wenig wie akrobatische Hebefiguren bei den Tänzen. Besonders hervor hob sich das neue KVL-Mix-Ballett, das mit seinem Schautanz unter dem Motto "Titanic" Premiere feierte.

Souverän führten Kapitän (Sitzungspräsident) Björn Erik Ruppel und Erster Offizier Jörg "Diddi" Nitschke durchs Programm. Ein Wissenstest kurz vorm Auslaufen brachte freilich eklatante Mängel des Vize-Kommandanten im Fach "Seemannskunde" zutage: Unter Bug verstand der etwa nur die Vergangenheitsform von backen. Hier spielte wohl der "echte" Beruf einen Streich.

Es folgte die Präsentation des wieder herausragenden Bühnenbildes: ein stolzes Kreuzfahrtschiff macht auf der Bühne halt. Da es absolut keine Schadstoffe ausstößt, ward es sogleich auf den Namen "MS Greta" getauft.

Nach dem Einzug aller KVL-Gruppen dann die Vorstellung des Prinzenpaares und dessen Proklamation. Einen ersten tänzerischen Glanzpunkt setzte Evelyn Rosenfeld mit ihrem Mariechentanz, trainiert von Angela Ruppel. Thomas Bäppler-Wolf kam von der Stadtverwaltung Frankfurt und fragte: "Habt ihr in Laubach so etwas wie Offenbach?" Eindeutige Antwort: "Ja, Grünberg". "Bäppi" wusste auch, dass Navigationsgeräte nach Filmen arbeiten. Das Navi der Frau seines Chefs, Bürgermeister Feldmann, arbeite nach dem "Paten". Als diese letztens hinter ihrem Chef von der AWO herfuhr, habe sie ihrem Chauffeur befohlen: "Lass es wie einen Unfall aussehen".

Mit "Wir lagen vor Madagascar begeisterte der KVL-Shantychor, gebildet vom Elferrat und der Sitzungskapelle "Skyliners". Es folgte die Darbietung der Tanzgarde unter Leitung von Meike Römer.

Wilfried Groh, Silke Kircher, Markus Roth, Anke Gall, Susanne Bernklau, Lothar Hillgärtner, Christian Kampl, Dietmar und Ramona Bittner erhielten hernach für das erneut tolle Bühnenbild eine Ehrung.

Auch der Tanz der Midigarde, trainiert von Milena Dietz, Evelyn Rosenfeld und Angela Ruppel, konnte sich sehen lassen.

Von seiner neuen Anstellung bei der Ortspolizei berichtete die "Doof Nuss" aus der Wetterau. Helmut Schad gab eine sängerische Zugabe.

Die Fahrt der "Titanic" setzte das neue KVL-Mix-Ballett tänzerisch um. Die neu gebildete Formation aus Frauen und Männern begeisterte das Publikum mit fantastischen Hebefiguren und feierte am Samstagabend Premiere. Angeleitet wird die Gruppe von Angela Ruppel und Evelyn Rosenfeld. Mit einer Oscar-reifen Performance kamen die "Drei Kapitäne" Markus Roth, Diddi Nitschke und Robert Köppen auf die Bühne und intonierten "Good bye my Love".

Nicht auf den Stühlen hielt es das Publikum beim Auftritt der "KVL-Allstars". 20 Akteure brillierten mit verschiedenen Charakteren und feuerten einen Partyhit nach dem anderen ab. Es folgte eine schauspielerische Glanzleistung des Sitzungspräsidenten und seines Vize. Beide erzählten die "wahre Geschichte des Untergangs der Titanic", gespielt im Stil eines Kapitänempfangs nach "Dinner for one".

Tänzerisch setzte danach die Tanzgarde die Fahrt des Schicksalsschiffes um. Den Auftritt hatten die Damen selbst einstudiert. Ein "Männerschnupfen" plagte nun das Männerballett "Schwungrads Anna". Das Leiden mit Fieber und die Heilung mit Zäpfchen und Gerstensaft sorgte für Beifallsstürme Die Herren werden trainiert von Mareike Nürnberger, Rebekka Kristen-Blum und Julia Jochim.

Für einen stimmungsvollen Abschluss sorgte die "Frog-Rock-Band" mit Evergreens und Stimmungsliedern. Die fast fünfstündige Seereise fand ihren Abschluss beim Finale mit allen Akteuren.

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