Eklat in der Sitzung am 7. November

Graf: Nehme die Rüge für mein Verhalten an

  • Thomas Brückner
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Laubach(tb). Nachspiel zur unrühmlichen Novembersitzung: Wie seinerzeit bereits angekündigt, hat Stadtverordnetenvorsteher Joachim M. Kühn am Mittwoch nun Karl Georg Graf zu Solms-Laubach (CDU) eine "förmliche Rüge" erteilt. Kühn reagierte damit auf den Vorfall am 7. November, als das Plenum über die Freibadsanierung debattiert hatte. Solms, offensichtlich in Rage ob der verbalen Angriffe von Hans-Georg Frank (BfL) an die Adresse von Dirk Oßwald, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, war so heftig aufgesprungen, dass Flaschen und Gläser auf den Boden fielen und zersprangen. Mit den Worten "Der ist doch ein Arschloch" war Solms gegangen, Kühn brach wenig später die Sitzung ab.

Trotz der handschriftlich verfassten Entschuldigung des Grafen tags darauf (begleitet von einer 100-Euro-Spende für die Reinigung, die Red.), sei dessen Verhalten inakzeptabel, der Auftritt "total überzogen" und geeignet, die Atmosphäre im Plenum zu vergiften, begründete Kühn seine Entscheidung.

"Ich habe die Fassung verloren", meinte Graf Solms, sein unziemliches Verhalten sei nicht zu rechtfertigen. Er entschuldige sich nun auch öffentlich bei Bürgermeister Klug, Stadtverordnetenvorsteher Kühn und bei Herrn Frank. "Ich nehme die Rüge an."

Dass die Beifallsbekundungen von der Magistratsbank zu Wortbeiträgen ebenso "nicht richtig" gewesen seien, erklärte Klug in seinem sowie im Namen der CDU- und FW-Stadträte. Auch das bessere nicht die Atmosphäre im Hause. Die hatte eingangs wieder kurz vor einer erneuten "Erhitzung" gestanden: Dirk Hofmann (FBLL) hatte die Erstellung eines Wortprotokolls zur denkwürdigen Freibad-Debatte im November beantragt. Frank unterstützte dies, sagte, das vorliegende Protokoll spiele den Vorgang herunter: "Das ist ein Dokument der Schande".

Am Ende stand der Mehrheitsbeschluss, wonach sich der Ältestenrat mit der Causa beschäftigt. Ruppel (CDU): "Wir sollten die unselige Diskussion nicht noch mal führen."

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